plan b - Besser brutzeln – Gutes Gewissen am Grill

Ein Film von Hanna Leissner und Claus Wischmann, 30 min, ZDF 2019

 

Grillen ist IN wie nie. Sommer, Sonne und ein leckeres Steak gehören für viele Deutsche zusammen.

Plan B gibt Tipps, wie das noch nachhaltiger funktionieren kann.

96 % der Deutschen grillen gern im Sommer. Doch Tropenholz unter und billiges Fleisch auf dem Rost vergrößern den CO2 Fußabdruck. Dabei muss sich niemand den Spaß verderben lassen, denn es gibt Alternativen.

Nach wie vor nutzen die meisten Grillfans Holzkohle. Die wird oft aus Tropenholz gewonnen, das teilweise aus illegalen Rodungen und Raubbau stammt. Paul Guire hat nach einer Alternative gesucht und produziert Kohle aus Kokosnussschalen oder Mangokernen – klingt exotisch, ist aber eine hochwertige Alternative. Grillexperten wie die Weltmeister vom Barbeque-Team Wiesel aus dem Ruhrgebiet schwören darauf bei ihren Wettbewerben. Denn die Kokosnusskohle ist geruchsarm, brennt gleichmäßig und vor allem deutlich länger als herkömmliche Tankstellenkohle.

Über eine Milliarde Euro Umsatz macht die Grillindustrie pro Jahr. 90% der Deutschen besitzen schon einen eigenen Grill. Da geht der Trend eindeutig zum Zweitgerät. Wie wäre es mit einem Solargrill der Solar Brothers aus Paris? Nur mit der Kraft der Sonne Gemüse und Fleisch garen – ja, das geht und macht auch noch Spaß. Nachhaltiger geht es nicht, zumindest, wenn das Wetter mitspielt.

Wer sich in Sachen Würstchen nicht auf den Metzger verlassen will, der kann noch einen Schritt weitergehen. Die Initiative „Besserfleisch“ bietet Würstchen-Workshops an. Hier machen Grillfans Bio-Köstlichkeiten unter Anleitung selbst. Das verändert für manche die Sichtweise auf das Lebensmittel Fleisch und führt vielleicht zur Erkenntnis: Weniger Fleisch ist besser. Kein Problem, denn auch für Gemüse, Fisch oder veganes Grillgut aus Lupinen gilt: Auf dem Grill schmeckt alles gut.