Alpendörfer | Frankreich: Drei Ärztinnen für ein Dorf

03.01.2020 - 17:25 Uhr

Ein Film von Marie Villetelle

Die Alpen boomen – aber nur als Urlaubsort.

Die Bergkette droht von einem Lebensort zu einer Freizeitlandschaft zu verkommen, denn so schön die Alpen sind, es ist nicht leicht, hier zu leben.

Die Arte-Reihe „ALPENDÖRFER“ besucht fünf Dörfer, in denen Menschen versuchen, die Alpen als Lebensort zu erhalten oder wiederzuentdecken. Fünf Beispiele, die Mut machen, auch für andere ländliche Regionen, denen die Menschen den Rücken kehren.

Landärzte finden nur schwer Nachfolger. Zumal in einem kleinen Bergdorf. Da hat der Arzt nie wirklich Feierabend, dafür sehr viel Verantwortung.

Doch ohne ärztliche Versorgung beginnen die Probleme in den Dörfern: Die alten Leute können nicht bleiben, die Familien mit kleinen Kindern ziehen weg.

Das Dorf La Grave in den französischen Alpen, im Herzen des Naturparks Écrins hat das das Glück, gut versorgt zu sein: Drei Ärztinnen haben ein Modell gefunden, die hohen Anforderungen mit ihren privaten Lebensentwürfen zu vereinen: Sie teilen sich die Praxis und wechseln sich ab.

Der Film begleitet die drei Ärztinnen in ihrem Alltag: Die ski- und kletterbegeisterte Elisabeth Rey hatte sich in den Ort verliebt. Aber allein fühlte sie sich der Aufgabe nicht gewachsen. Verstärkung hat sie durch Aline Mercan. Die Allgemeinmedizinerin beschäftigt sich auch mit Naturheilkunde und Ethnobotanik. Das Wissen um die Heilkraft der Pflanzen der Umgebung ging ein wenig verloren. Aline versucht, an den alten Traditionen anzuknüpfen.

Nun bekommen die beiden noch mehr Unterstützung: Catherine Ta. Die junge Ärztin aus der Region Paris bringt ebenfalls etwas Neues mit ins Dorf: Sie beschäftigt sich mit Akupunktur und tatsächlich findet sie Dorfbewohner, die diese Heilmethode ausprobieren wollen.