11.11.2024 - 11:55 Uhr
Ein Film von Claus Wischmann
Kibar und ihre Familie sind Kurden alevitischen Glaubens und leben in einer der ärmsten Gegenden der Türkei, den Munzur-Bergen in Ostanatolien. Die alevitischen Mythen und Traditionen bestimmen noch heute das Leben vieler Dorfbewohner und ihre Küche. “Zu Tisch in …” schaut Kibar bei den Vorbereitungen für ein traditionelles Festmahl über die Schulter und lernt zwei verschiedene Auberginen-Gerichte kennen.
Bei Sonnenaufgang läuft Kibar Öz mit ihrem Mann und ihrem Sohn durch das Munzurtal in Ostanatolien. Im Arm trägt sie ein weißes Huhn, das sie an einem heiligen Ort in der Nähe ihres Hauses opfern will, um für einen milden Winter zu beten. Um den Hals trägt Kibar eine Kette mit einem kleinen Anhänger, einem zweispitzigen arabischen Schwert, als Zeichen ihrer Zugehörigkeit zum alevitischen Glauben. Kibar und die Nachbarsfrauen treffen sich im September, um zusammen Obst und Gemüse für den Winter vorzubereiten.