12.10.2024 - 17:35 Uhr
Ein Film von Stella Könemann
Die meisten schwerkranken Menschen möchten Zuhause gepflegt werden. Für Angehörige ist das – bei aller Liebe – oft eine belastende Verantwortung. Doch es gibt Menschen, die durch diese schwere Zeit begleiten, nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Helfenden.
Wenn die Medizin nicht mehr heilen kann, beginnt die palliative Versorgung. Den Tagen mehr Leben geben, nicht dem Leben mehr Tage: Das ist die Philosophie der modernen Hospizbewegung. Die nahm in England ihren Anfang, und dort hat in diesem Geist wieder etwas Neues begonnen. Diane Roberts ist eine sogenannte „Doula“. Damit ist ursprünglich eine Geburtshelferin gemeint. Doch Diane hilft nicht ins Leben, sondern aus dem Leben. Sie ist eine „Death Doula“. „Wir hatten in der Klinik ein riesiges Arbeitspensum“, sagt die ehemalige Krankenschwester. „Es gab viele unheilbar kranke Patienten und Patientinnen Wir hatten nie Zeit, uns richtig um sie und ihre Familien zu kümmern. Und das war etwas, zu dem ich gern zurückkehren wollte“. Genau das hat sie getan. Als „Death Doula“ bietet sie emotionale Unterstützung, klärt auf über Patientenverfügungen, den Sterbeprozess und hilft auch beim Planen der Beerdigung. Damit übernimmt sie eine andere Aufgabe als medizinische Pflegekräfte, die sie nicht ersetzt. Dafür ausgebildet hat sie die Organisation „End of Life Doulas UK“. Inzwischen geht die Bewegung über das Vereinigte Königreich hinaus.