Wie erleben Flüchtlinge den gefährlichen Weg nach Europa? Was widerfährt ihnen auf dem Meer, in der Wüste oder auf der Straße? Der Film „#MyEscape“ zeigt genau das – anhand von Handyvideos.
Die ersten Schritte des Kindes oder eine spielende Katze – Handyvideos machen wir von vielen Dingen. Anhand solcher Clips ist nun ein Dokumentarfilm entstanden. Der Inhalt ist allerdings deutlich brisanter: „#MyEscape“ erzählt die Geschichte von Flüchtlingen auf dem Weg nach Europa. Aufgenommen mit ihren Handys. Der WDR zeigt den Film am Mittwoch (10.2.) um 22.55 Uhr.
„Für die meisten von ihnen ist das Mobiltelefon ein unverzichtbares Mittel zur Organisation ihrer Flucht“, erklären die Produzenten Deutsche Welle, WDR und Berlin Producers. „Gleichzeitig transportieren sie damit Erinnerungen an das Zurückgelassene und dokumentieren Fluchtstationen.“ Die Aufnahmen bleiben nicht unkommentiert – die Flüchtlinge äußern sich dazu auch in Interviews.
„Ich wollte einen Teil dieses Leids filmen“
Einer von ihnen ist Hambar Al Issa. Der syrische Mediziner flüchtete von Damaskus bis nach Berlin. Seine Ankunft in Deutschland hielt er mit Selfies fest – etwa vorm Reichstag oder dem Brandenburger Tor.
Aber was bewegte ihn, das Mobiltelefon während der beschwerlichen und riskanten Flucht zu zücken? „Ich wollte einen Teil dieses Leids filmen“, erzählt der junge Mann, der am 24. September in Berlin ankam. „Vielleicht hilft es ja, eine Botschaft an die Menschen in Deutschland zu senden, dass wir auch Menschen sind.“
Das Material zu dem 90 Minuten langen Film sammelten die Produzenten in sozialen Medien wie Youtube. Nach eigenen Angaben gingen sie aber auch direkt in Flüchtlingsunterkünfte, um nach Material zu fragen. „Wir wollen ein Verständnis vermitteln und eine Empathie erzeugen für das, was die Menschen auf der Flucht erlebt haben“, erklärt Jutta Krug, die beim WDR für Dokumentarfilme zuständig ist. „Eine größere Nähe und Authentizität ist, glaube ich, nicht zu erreichen.“
Filme auf Basis von Handyvideos sind kein Neuland mehr. Ein Beispiel ist der Kinofilm „Life in a Day“, der mithilfe von Youtube-Clips dokumentiert, was weltweit an einem einzigen Tag passierte. In dem Fall ist das der 24. Juli 2010. Aktueller ist „Alaaf You“, der den Karneval in Köln mit solchen Videos zeigt.
Aufnahmen aus dem Inneren eines Benzintanks
Bei „#MyEscape“ fühlt sich der Zuschauer aufgrund der Perspektive tatsächlich so, als sei er selbst dabei. Sogar die letzte Falafel in der Heimat und die Verhandlungen mit Schleusern sind dokumentiert. Während der gefährlichen Überfahrt in einem völlig überfüllten Schlauchboot spritzt Wasser umher. Oder die Kamera wackelt bei einer rasend schnellen Fahrt durch die Wüste. Bewegend sind auch die Aufnahmen aus dem Inneren eines Benzintanks in einem Bus, in dem ein Mann mit seinem Neffen flüchtete.
Viele hätten die Aufnahmen für die Daheimgebliebenen gemacht, um ihnen von der Flucht zu berichten, erzählt Regisseurin Elke Sasse. Der Großteil habe aber das Ziel gehabt, die Bilder einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen – und Aufklärung zu leisten.
Mehr als 70.000 Flüchtlinge erreichten Berlin
Allein im vergangenen Jahr kam rund eine Million Flüchtlinge nach Deutschland. Mehr als 70.000 erreichten Berlin. Doch nicht alle Menschen, die den gefährlichen Weg auf sich nehmen, kommen ans Ziel. „Die Flucht ist um einiges schwieriger geworden“, betont Wenzel Michalski, Deutschland-Direktor der Organisation Human Rights Watch. Der Januar sei bisher der Tödlichste für Flüchtlinge in der Passage in der Ägäis gewesen, die auch im Film zu sehen ist.
Hambar Al Issa kam über die Balkanroute aus Syrien nach Deutschland. Seinen Beruf als Arzt darf er hier zwar nicht ausüben. Er möchte sich hier aber weiterqualifizieren, wie er erzählt. Ein Ehepaar hat ihn bei sich aufgenommen. Grund genug für eine Fortsetzung? Das wäre durchaus denkbar, sagt Jutta Krug vom WDR. Vielleicht unter dem Titel „#MyGermany“.
BERLINER ZEITUNG, 04.02.2016
Wie dieser Film die Willkommenskultur verändern kann
Die Flüchtlingsfrage ist Thema in so vielen in Zeitungen, Fernsehsendungen und Talkshows. Manchmal hilft es, die Situation aus anderen Augen zu betrachten.
Das neue Jahr liegt noch in den Federn und zieht sich die Decke über den Kopf. So richtig aufgewacht ist es noch nicht. Während sich der Januar den Sand aus den Augen reibt, überschlagen sich die Ereignisse in der Flüchtlingsfrage. Fast stündlich werden neue Beschlüsse ausdiskutiert und der eine erklärt dem anderen Politiker, wie er sich zu verhalten hat.
Die Nachrichtenmenge und alle verschiedenen Meinungen und Positionen sind so überwältigend, dass man selbst nicht mehr so richtig weiß, was man glauben soll. Die Ereignisse ziehen an uns vorüber und Bilder von Flüchtlingsheimen und Aufnahmestellen lösen schon lange kein schockiertes Gesicht mehr aus. Das alles ist Teil unserer Welt und unserer Umgebung geworden. Und das wird sich so schnell nicht ändern. Was sich verändert, ist der deutsche Tenor, wenn es um die Flüchtlingsfrage geht – und hier will das Filmprojekt #myescape etwas verändern. Aus offenen werden verschränkte Arme und aus „diese Menschen haben ein Recht hier zu sein“ wird „aber die Wirtschaftsflüchtlinge haben hier nichts zu suchen“. Auch wenn immer noch viele Menschen ihre Türen und Herzen für die Geflüchteten öffnen, droht die Stimmung zu kippen.
Mit Filmmaterial gegen die Hetzer
„Vielleicht werden die Menschen daran erinnert, dass es Gründe gibt, warum diese Menschen flüchten“, sagt Sophie Elmenthaler im Gespräch mit ZEITjUNG. Sophie ist Redakteurin für das Filmprojekt #myescape. Die Masse der Medien eröffnet uns unzählige Wege, sich der Flüchtlingsfrage anzunähern. Zeitungen, Onlinemagazine, die sozialen Netzwerke, die Tagesschau oder Erzählungen aus dem Bekanntenkreis. Die meisten Berichterstattungen schauen auf die Situation herab und sprechen über das, was passiert. Vor allem zahlenbasiert. Der Film #myescape geht einen anderen Weg. Er bietet die Möglichkeit, die Perspektive zu wechseln. Gibt dem Thema Gesichter. Zusammengesetzt aus den Handyvideos geflüchteter Personen, schafft das Filmprojekt etwas, was selbst seriöse Medien oft nicht mehr bewältigen können. Man vertraut dem, was man sieht. Weil die Menschen aus Afghanistan, Eritrea und Syrien es genau so erleben.
Es sind nicht die Kameramänner der großen TV-Kanäle, die sich nach getaner Arbeit entlang der Flüchtlingsrouten ins Bett legen und die Augen schließen. Die Bilder entstehen, weil die Realität exakt so aussieht. „Wir rekonstruieren die Flucht von Menschen aus Afghanistan, Eritrea und Syrien. Dafür setzten wir Handyvideos oder selbst gedrehte Videos so zusammen, sodass die verschiedenen Stationen der Flüchtlinge erkennbar werden. Es ist Ziel des Filmes, aus den Augen der Flüchtlinge zu zeigen, wie sie die Flucht erleben“, erklärt Sophie.
Den Kontakt zu den Protagonisten stellen die Filmemacher auf ganz verschieden Weise her. Durch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Welle, aber auch durch eigene Kontakte können viele Menschen ausgemacht werden, die ihre Flucht selbst dokumentiert haben. Aber auch die sozialen Netzwerke helfen dem Team rund um Regisseurin Elke Sasse und Produzent Stefan Pannen bei der Umsetzung: „Schon relativ zu Beginn des Projektes haben wir eine mehrsprachige Facebookseite eingerichtet, über die wir viel Rückmeldung bekommen haben. Einige dieser Menschen haben wir dann auch eingeladen und mit ihnen Interviews geführt.“ Die Interviews sind Teil des Filmes geworden, denn sie bieten den Protagonisten eine Möglichkeit, ihre Aufnahmen zu kommentieren. Ein Teil des Filmmaterials ist verwackelt oder nicht ganz scharf, erzählt Sophie. „Es sind eben alles keine professionellen Kameramänner und ab und zu ist die Qualität nicht ganz so gut.“ Wenn man sich den Inhalt der Handyvideos vor Augen führt, ist aber sofort klar, warum viele der Filmmacher nicht immer eine ruhige Hand bewahren konnten.
Es sind Situationen einer Flucht, an Grenzübergängen, Polizei-Absperrungen und Busbahnhöfen. Aber auch illegale Stationen auf dem langen Weg nach Europa werden von den Protagonisten mitgeschnitten. „Wir haben auch viel Material bekommen, bei dem man erst mal schlucken muss. Wir mussten ein paar Videos weglassen, weil das einfach zu krass gewesen wäre“, macht Sophie deutlich.
„Es ist eine neue Situation für uns alle“
Rama Jamarkani kennt die Gefühle und Gedanken dieser Menschen. Beim Film #myescape wirkt sie im Redaktionsteam mit. Die Journalistin stammt aus Syrien und arbeitete in Damaskus an einer eigenen TV-Produktion, die dann aber von der Regierung geschlossen wurde. Anders als die Menschen im Film konnte Rama aber mit einem Visum nach Deutschland gelangen. Bei der Umsetzung von #myescape war sie für die Sichtung und die Übersetzung des Filmmaterials zuständig. „Als ich das Material gesehen habe, konnte ich mit jedem Augenblick mehr nachvollziehen, warum diese Menschen geflüchtet sind. Wer so eine Reise auf sich nimmt, hat einen guten Grund gehabt zu gehen“, sagt sie gegenüber ZEITjUNG. Genau das ist auch die Intention des Filmes: Zu zeigen, dass jede dieser Personen, nicht zum Spaß an die schwarz-rot-gold gefärbte Türe klopft.
“Es sind alles Menschen, jeder hat seine eigene Geschichte und Träume, die im eigenen Land zerstört wurden. Sie sind hier, um ihr Recht auf Leben wahrzunehmen“, macht Rama deutlich. Aber vielleicht ist es eine andere Aussage, die uns zu denken geben sollte: „Ich glaube nicht, dass die Flüchtlinge in kurzer Zeit zurück in ihre Heimat gehen werden. Der Film ist eine gute Möglichkeit, uns anzunähern und uns kennenzulernen. Es ist eine neue Situation für uns alle und wir müssen lernen, damit umzugehen.“ #myescape wird am 10.2 im WDR Fernsehen und am 13. und 20.2. im Programm der Deutschen Welle zu sehen sein und hoffentlich auch das erreichen, wofür er gemacht wurde: Den Zweiflern hier in Deutschland die Geschichten und Beweggründe der geflüchteten Menschen näherzubringen und mitzuhelfen, dass aus verschlossenen, wieder geöffnete Arme werden.
ZEITJUNG, 01.02.2016
Steinlein und Brock geben sich in der Dokumentation neugierig, volksnah und sportlich. (…) Das Format ist unterhaltsam und kurzweilig – und gerade für Zuschauer aus dem deutsch-französischen Grenzgebiet liegt ein Reiz darin, bekannte Orte – gesehen durch andere Augen – neu zu entdecken.
Abwechslungsreich gestaltet sich die Reise auch durch das Zusammentreffen von Steinlein und Brock mit sehr verschiedenen Menschen – ob das der Holzbildhauer Thomas Rees im Schwarzwald ist, der Gastronom Erich Briel aus Ihringen, ob das die Minenentschärfer von Colmar sind oder Rennradfahrer auf der Vogesenkammstraße. Nicht zuletzt weckt „Grenzgänger“ durch prächtige Panorama- und Detailbilder die Sehnsucht nach dem derzeit noch fernen Sommer – die schönste Jahreszeit fürs Entdecken des deutsch-französischen Grenzgebietes.
BADISCHE ZEITUNG, 23.2.2015
Berlin, wa?
Berlin gibt es mehr als 100 Mal auf der Welt – wahlweise mit Tausenden Kokospalmen, einem ruhigen Leben unter Lamas oder der Möglichkeit, auf Skiern in die Disco zu flitzen. Eine Webdokumentation lädt zur kuriosen Entdeckungsreise.
Von Irene HelmesWenn der Student Criville in den Ferien seine Familie in Berlin besucht, freut er sich besonders auf die Entspannung, die Spaziergänge zwischen Palmen am weißen Strand, auf den traditionellen Kokosfisch. Willkommen in Papua-Neuguinea!
Tausende Kilometer entfernt im frostigen Kanada gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert ein West- und ein Ost-Berlin. Vom Mauerbau haben sie sich ebenso wenig aus der Ruhe bringen lassen wie von der Wende. Sie sind, von der Weltöffentlichkeit unbemerkt, bis heute Heimat von Hummerfischern und Bärenjägern. Ganz in der Nähe liegt übrigens Liverpool.
Mehr als 100 Orte mit dem Namen Berlin sind über den Globus verstreut. Mithilfe der aufwendigen Webdokumentation „Worldwide Berlin“ sollen alle gefunden und porträtiert werden. Anfang Januar startete bei RBB und Deutscher Welle eine Fernsehreihe (hier geht es zum Stream). Nun sollen Nutzer das Projekt immer weiter vorantreiben. Denn es ist eine Suche mit weißen Flecken und offenem Ende. Noch ist nicht einmal abschließend geklärt, wie viele Berlins es überhaupt gibt.
„Man denkt, man hat mit Google Earth die ganze Welt, aber nein!“, sagt Projektleitern Elke Sasse. Angefangen hat alles mit einem Zufallsfund: Ein Foto im Netz zeigte ein Berlin mit Strand und Palmen. Sasses Team der Produktionsfirma „Berlin Producers“ wurde neugierig und stöberte weiter. In einer vermeintlich bis in den letzten Winkel vermessenen Welt folgte eine zweijährige Schnitzeljagd aus der Ferne und vor Ort, die manchmal extrem mühsam war.
In Argentinien etwa wurde ein Mitarbeiter nach dreitägiger Irrfahrt zu zwei verlassenen Häusern gelotst. Ob auch das Berlin war? „Wir wissen es nicht genau, man konnte ja niemanden fragen.“ In anderen Fällen hatte das Team mehr Glück. Aus Peru etwa meldete sich eine hilfsbereite Frau und fotografierte ein Berlin, das nur über Wasser erreichbar ist.
Elf erfolgreiche Reisen von Kamerateams sind bislang auf www.worldwideberlin.com zu sehen. Die Videos stellen die Einheimischen in den Vordergrund, dokumentieren ihren Alltag, wie sie arbeiten, was sie essen, welche Pläne sie für ihre Zukunft haben. Alle sind Berliner, und könnten doch kaum unterschiedlicher leben.
Seine Stadt sei erfreulicherweise ganz ohne Gangster, sehr ruhig und herzlich, schwärmt Tuktuk-Fahrer Mario in El Salvador. Seine Pendants in Ohio sind tiefgläubige Amish, und an der russisch-kasachischen Grenze flitzt der Schüler Aleksej auf Skiern über die zugeschneite Hauptstraße zur Dorfdisco oder dem einzigen Lebensmittelladen.
Im bolivianischen Centro-Berlin stellen Lamas den größten Teil der Bewohner. Menschliche Einwohner gibt es zehn. „Das Schönste hier in Berlin ist der Ort, die Landschaft, die Weite“, erklärt einer der zehn menschlichen Bewohner lakonisch.
„Worldwide Berlin“ zeigt seine Protagonisten mit viel Sympathie und Humor, doch ohne zu suggerieren, dass überall eitel Sonnenschein herrscht. Nach Sasses Eindruck haben die Bewohner aber eines gemeinsam: „Sie träumen sich nicht weg, sondern sie träumen alle ein bisschen für ihr Berlin.“
Wie es zu all den kleineren und größeren Ablegern kommt? Wie bei den vielen Roms und Amsterdams dieser Welt steckt dahinter meist eine Auswanderergeschichte. Doch es ist auch Kurioseres zu hören. Im einsamen Centro-Berlin konkurrieren gleich zwei Anekdoten. Demnach musste einst ein Flugzeug mit Insassen aus Berlin in der bolivianischen Ebene notlanden – das erste, das die Einheimischen je sahen. Für sie ein Zeichen des Himmels und einen neuen Dorfnamen wert. Die zweite Version besagt, Namenspatron sei ein deutscher Tourist, der 1949 wegen eines platten Fahrradreifens im Dorf übernachtete. Es muss eine unvergessliche Nacht gewesen sein.
Unterdessen geht die globale Spurensuche mit Schneeballeffekt weiter. „Wir bekommen inzwischen von überall Nachrichten“, sagt Sasse. Sie ist vor allem von den Fotos begeistert, die Berliner und Berlin-Kenner auch direkt in den „Community Stream“ der interaktiven Weltkarte laden können. Der Berlin-Besuche-Rekord liegt, soweit Sasse weiß, derzeit übrigens bei einem deutschen Hauptstädter, der schon mehr als 40 Geschwisterorte besucht hat. Doch wie wir sehen: Es ist genug Berlin für alle da.
Süddeutsche.de, 14.01.2015
„Immer wieder gelingt es den Reportern, unterwegs komische Momente einzufangen, etwa, wenn nach den Vorstellungen über den großen Namensgeber Berlin gefragt wird oder wenn die fernen Berliner gebeten werden, ihre Version vom Gassenhauer von der „Berliner Luft” aufzuführen. Der Tankstellenwart in Ohio greift zur Gitarre, der Musiklehrer in Russland zum Akkordeon, in Guinea wird unter Bäumen gesungen und in der Höhe Boliviens eine sehr expressive, freejazzige Version Berliner Luft durch eine Holzflöte geblasen. Unaufdringlich, fast nebenbei, werden bestimmte Bereiche der sieben Berlins miteinander verglichen, etwa das Essen, die Traditionen – und die Prägung des Ortsnamens.“
BERLINER ZEITUNG, 6.1.2015VIA TWITTER
@usbotschaft
MT @WorldWideBerlin: Würdet ihr euer Berlin für einen Tag tauschen?? Was ist dein Lieblingsberlin? Ow.ly/GU47N #WWBerlin
Jan Wolframm @jottweeh
@WorldWideBerlin Danke für diesen grandiosen Fernweh-Fernseh-Weltenbummler-Heimat-Abend. #wwberlin
Evi @handballevi49
@WorldWideBerlin dafür reichen nicht 140 Zeichen, sorry
Warnemünde @wmnde
@Worldwide Warnemünde (www) hätte auch was. Aber wir sind wohl einmalig 😉 @WorldWideBerlin #wwberlin
Beth Pomponiio @BethPomponio
We like to meet and eat at the Berlin Diner, Berlin, New Jersey, USA.
#wwberlin @WorldWideBerlin
Daniel Nauck @danielnauck
@WorldWideBerlin congrats to another awesome berlin project
#wwberlin #berlinfolgen
J.David @shagyruco
@WorldWideBerlin saludos desde El Cerro la Cruz en Berlin El Salvador
Biene8922 @biene8922
Reicht da auch eine ABC-Fahrkarte?;) #WorldWideBerlin @WorldWideBerlin
@usbotschaft
MT @WorldWideBerlin: Würdet ihr euer Berlin für einen Tag tauschen?? Was ist dein Lieblingsberlin? Ow.ly/GU47N #WWBerlin
Jan Wolframm @jottweeh
@WorldWideBerlin Danke für diesen grandiosen Fernweh-Fernseh-Weltenbummler-Heimat-Abend. #wwberlin
Evi @handballevi49
@WorldWideBerlin dafür reichen nicht 140 Zeichen, sorry
Warnemünde @wmnde
@Worldwide Warnemünde (www) hätte auch was. Aber wir sind wohl einmalig 😉 @WorldWideBerlin #wwberlin
Beth Pomponiio @BethPomponio
We like to meet and eat at the Berlin Diner, Berlin, New Jersey, USA.
#wwberlin @WorldWideBerlin
Daniel Nauck @danielnauck
@WorldWideBerlin congrats to another awesome berlin project
#wwberlin #berlinfolgen
J.David @shagyruco
@WorldWideBerlin saludos desde El Cerro la Cruz en Berlin El Salvador
Biene8922 @biene8922
Reicht da auch eine ABC-Fahrkarte?;) #WorldWideBerlin @WorldWideBerlin
Auswärtiges Amt @Auswärtiges Amt
Mehr als 100 Berlins weltweit Film v @WorldwideBerlin heute ab 20.15 bei worldwideberlin.com, @DW (bit.ly/1Dq8F19)+@rbbFernsehen
Christian Soult @ChristianSoult
Ein Hoch auf die dritten Programme! @rbbFernsehen hat 20.15 +22.45 die Doku @WorldWideBerlin, @ndr 22h einen unbekannten Heinz-Erhardt-Film
Goethe-Institut MTL @Gl_Montreal
A place called #Berlin in Canada? Check the videos @WorldWideBerlin and the documentary livestreaming! Worldwideberlin.com #wwberlin
VIA FACEBOOK
Axel Lehnig
7. Januar 00:45
Hallo! Das war eine sehr schöne Doku über Berlin’s dieser Welt im Rbb Fernsehen! Ich war mit meiner Freundin am 3 Januar diesen Jahres in Börlin und wollte euch ein paar schöne Bilder hinterlassen vlt. könnt ihr sie ja einbauen in eurer Website, ging leider nicht auf direkten Weg.Mfg Axel aus Südbrandenburg
Ste Geist
7. Januar um 00:28
Lieben Dank für die tolle Doku heute Abend im RBB. Tolles Projekt! Sehr liebevoll gemacht. Einfach toll.
Danke!
Martin Schmidt
7. Januar um 00:02
Eine Super Sendung. Die Serie könnte ruhig fortgesetzt werden! 🙂
Regine Gerlach
6. Januar um 23:23
Was für interessante, tolle Berlin-Geschichten! Bin total begeistert!
Stewe Profen
6. Januar um 21:53
Der erste Teil war super nett/süß/sympatisch. Den zweiten müssen wir wohl streamen (der kommt zu spät:(
„Im Unterschied zu den zahllosen 45-Minütern, die zum Thema Gentrifizierung, Mietenwahnsinn und Immobilienboom in den vergangenen Jahren gedreht wurden, kann sich „Wem gehört die Stadt“ Zeit lassen und mehr machen, als bloß die Gier der Investoren und die Machtlosigkeit der Mieter zu skandalisieren. Die Dokumentation ist konventionell in der Machart, aber sehr hartnäckig und liebevoll, was die Schauplätze und Protagonisten angeht – und so entsteht eine Art Sittenbild Berlins zur Mitte des zweiten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts. (…) Zum Ende des Films unterliegt das freundliche Altmieter-Pärchen. Es hatte gegen die angekündigte Modernisierung geklagt und verloren. Das Modernisierungsanliegen sei „berechtigt“, heißt es im Urteil. „Wir werden alle umdenken müssen“, resümieren die beiden, „dass man eben, wenn man eine Wohnung hat, kein sicheres Zuhause hat“. Das bittere Fazit einer sehenswerten Dokumentation.“
SPIEGEL ONLINE
„Kristian Kähler und Andreas Wilcke sind zu betroffenen Mietern gegangen und haben bei den erfolgreichsten Investoren über die Schulter gesehen. (…) „Es gibt kein sicheres Zuhause mehr“, bringt eine von Räumung bedrohte Kreuzbergerin die Lage der „kleinen Leute“ auf den Punkt. Dagegen weiß auch der frühere Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, Franz Schulz, keinen Rat. Dass auf diese Weise der soziale Friede gefährdet wird, daran lässt dieser Film keinen Zweifel.
DER TAGESSPIEGEL
„Die Stärke der Dokuoffenbart sich bereits nach rund der Hälfte ihrer anderthalb Stunden
Gesamtlänge: Es sind eben nicht allein, wie in der allgemeinen Hysterie
um das Dauerbrennpunkt-Thema Mieterverdrängung in Großstädten gern
behauptet, irgendwelche anonymen Immobilienfonds, sondern auf der
anderen Seite ist es eben auch eine Klientel, die sich vom Mantra »Rein
in den Privatbesitz an Wohneigentum« hat anstecken lassen, aber
eigentlich mit Spekulation nichts zu tun hat, obwohl sie diese kräftig
mit anheizt.
Die Filmemacher Kristian Kähler und Andreas Wilcke kommentieren die
Verwerfungen auf dem Wohnungsmarkt nicht, es reicht völlig aus, die
wachsende Kluft nüchtern darzustellen, um zu zeigen, dass Berlin gerade
dabei ist, im negativen Sinn ein zweites Rom, Paris oder London zu
werden.
(…)
Fast nebenbei erfährt der Zuschauer, wie es zu dieser Entwicklung kam.
Kähler und Wilcke streuen wiederholt Szenen aus dem Berliner Leben ein.
Was im ersten Moment an schmuckes Beiwerk erinnert, liefert den
Hintergrund zu dieser stadtsoziologischen Betrachtung. Nach spätestens
der dritten Sequenz voll mit Kneipen, Cafés und jungen Menschen dürfte
auch dem letzten Zuschauer klar sein, dass die gezielte Etablierung
Berlins als kosmopolitischer Schmelztiegel Segen wie auch Fluch für die
Stadt bedeutet.“
NEUES DEUTSCHLAND
„Das Plus dieser Reportage ist, dass alle Seiten zu Wort kommen und dass die Autoren gegenüber den Immobilienmaklern und –käufern nicht gleich in einen anklagenden Ton verfallen. Die Zusammenfassungen werden dem Stadtsoziologen Andrej Holm überlassen, dessen prägnante Kommentare ganz ohne Demonstrations-Parolen und Makler-Prosa auskommen. (…) Der turbulente Verkauf einer unsanierten Altbausanierung zeigt (…), dass sich nicht nur fremde Investoren vom Run auf das „Betongold“ haben anstecken lassen: Die jüngeren Kaufwilligen aus der Mittelschicht, oft Familien mit Kindern, preisen sich gegenüber den Verkäufern wie auf einem Casting an und überbieten sich immer weiter. Einige kaufen schließlich teure Neubauwohnungen, für die Andrej Holm den schönen Begriff „gestapelte Vorstadtidylle“ gefunden hat.“
BERLINER ZEITUNG
„Die Preise steigen stetig, doch die Rate bezahlbaren Wohnraums sinkt. Am Beispiel von Berlin zeigt der Dokumentarfilm „Wem gehört die Stadt?“ wie sich „Betongold“-Investitionen und Luxussanierungen auf gewachsene Stadtgefüge auswirken.“
NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG
„Zu Wort kommen Makler, Käufer von Neubauwohnungen, von Verdrängungsprozessen betroffene Mieter sowie politische Aktivisten und immer wieder mal der Stadtforscher Andrej Holm. Der abstrakte Begriff „Wohnungsmarkt“ wird durch diese kleinen Geschichten ein bisschen greifbarer gemacht. Man ahnt zwar, welchen Akteuren Wilcke und Kähler etwas näherstehen, das ist aber bei den dokumentierten Schweinereien, unter denen manche finanzschwachen Mieter zu leiden haben, auch verständlich. Aber: Die Autoren führen niemanden vor, verbreiten keine Ressentiments und lassen die Zuschauer entscheiden, welche Schlussfolgerungen sie aus dem Gesehenen ziehen.“
DIE TAGESZEITUNG