Paintball - Sport oder Kriegsspiel?

Ein Film von Boris Quatram

Lautes Geballer in der Brandenburgischen Provinz. Fast 400 Menschen laufen mit Markierern, Masken und teilweise martialischer Ausrüstung durch Waldstücke oder futuristische Landschaften. Auf den ersten Blick eine Freizeitbeschäftigung für Hobbysoldaten oder Junggesellenabschiede. Doch dahinter steckt viel mehr. Paintball ist ein wachsender Markt. Warum schießen immer mehr Menschen mit den bunten Gelatine-Kugeln? Was macht die Faszination aus? Der Film begleitet Amateure und Profis der deutschen Paintball-Szene und versucht, das Phänomen Paintball zu erklären. Dabei geht es vom Brandenburger Wald über die Verbandsliga in Mönchengladbach bis zum Gotchaspielfeld Nord in Polen und zur Champions League nach Chantilly, Frankreich. Über die Hälfte der Kunden im Go Paintball Adventure Park in Garzau spielt Paintball zum ersten Mal. Die Betreiber führen auch einen Paintball-Laden in Berlin. Sie kennen die neuesten Trends, aber auch die gängigen Vorurteile. Im Zuge des Amoklaufs in Winnenden 2009 wollte die Politik Paintball sogar verbieten. Nach einem kurzen Rückblick schaut der Film auf das Image von Paintball heute. Die Szene hat sich professionalisiert. Die Deutsche Paintball Liga verfügt über eine der größten Ligen-Strukturen weltweit. Mannschaften können sich von der Bezirksliga bis in die Erste Bundesliga spielen. Wie hoch es geht, zeigt das Profi-Team “Comin at Ya” aus Offenburg. Der Film begleitet Spieler Mau Lau beim Training und zur Champions League nach Frankreich, wo eines der größten europäischen Paintball-Events stattfindet. In Hamburg treffen wir außerdem Stella Hoppe, die in der Paintball-Frauennationalmannschaft angekommen ist. Was treibt die Profis aufs Feld, obwohl sie kaum Geld damit verdienen können? Warum opfern sie fast ihre komplette Freizeit für ihr Hobby?