Taiwans Inselwelt

Taiwans Inselwelt

Taiwans Inselwelt

Autoren: diverse, 43/52 min, Berlin Producers & Volos Films in Koproduktion mit TaiwanPlus & RBB in Zusammenarbeit mit arte

Taiwans Inselwelt – Von den Gipfeln bis zur Küste

Ein Film von Hai-Hsin Lu & Su-Chen Ava Kuo 

in der arte-Mediathek.

„Schöne Insel“, „Ilha Formosa“, wurde die Hauptinsel Taiwans einst von portugiesischen Seefahrern genannt. Ihre grünen Wälder, majestätischen Berggipfel und von Sturm und Wellen geformten Küsten faszinieren nicht nur Naturliebhaber. Auch die Einheimischen wissen um die Schönheit ihrer Insel – und tun viel dafür, das Gleichgewicht zwischen Natur und Zivilisation zu erhalten.

Von den schroffen Gipfeln bis in die entlegenen Täler offenbart die Hauptinsel Taiwans eine Natur von außergewöhnlicher Schönheit und beeindruckender Vielfalt. Die Insel, von portugiesischen Seefahrern einst „Ilha Formosa“ – die schöne Insel – genannt, wird von majestätischen Bergen beherrscht, die steil in den Himmel ragen und von der Urgewalt der Region zeugen. In den dichten Wäldern pulsiert das Leben: Hier existiert eine überwältigende Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten, die sich an dieses außergewöhnliche Umfeld angepasst haben.
Baumkletterer erforschen die Kronen uralter Taiwania-Riesen, während Tierärztinnen verletzte Wildtiere versorgen und bedrohte Arten wie den Taiwanischen Schwarzbären rehabilitieren. An den Küsten formen Stürme und Brandung eine sich ständig wandelnde Landschaft. Hier pflegen Feuerfischer ein jahrhundertealtes Handwerk, und Bauern arbeiten mit einer traditionellen Methode, bei der Enten in den Reisfeldern für natürliche Schädlingskontrolle sorgen.
Die Dokumentation erzählt von der einzigartigen Insel Formosa, auf der Wildnis und Zivilisation eng zusammenleben – und von den Menschen, die täglich daran arbeiten, dieses fragile Gleichgewicht zu bewahren.

Taiwans Inselwelt – Schätze des Pazifiks

Ein Film von Stefano Centini

in der arte-Mediathek.

Die Inselwelt Taiwans bildet ein faszinierendes Mosaik aus spektakulären Landschaften und lebendigen Traditionen. Seit Generationen ist das Meer die Lebensader, die die Inseln und ihre Bewohnerinnen und Bewohner miteinander verbindet. Jede Insel erzählt ihre eigene Geschichte: von Naturgewalten und den Menschen, die in den Weiten des Pazifiks leben.

Taiwan – das sind 36.000 Quadratkilometer Land, verteilt auf nahezu einhundert Inseln im Pazifik. Abseits der Hauptinsel Formosa bieten sie eine Landschaft von erstaunlicher Vielfalt: von Koralleninseln und schroffen Basaltklippen bis hin zu farbenprächtigen Riffen. Es ist eine einzigartige Inselwelt, in der alles Leben seit ungezählten Generationen in engem Zusammenspiel existiert – und seit jeher vom Meer geprägt wird. Der Reichtum an natürlichen Ressourcen ist ein besonderes Merkmal der Inseln Taiwans – und hält auch für die Tierwelt unerwartete Möglichkeiten bereit.
In den Gewässern um die „Schildkröteninsel“ Guishan lebt eine einzigartige Krabbenart unter extremen, lebensunwirtlichen Bedingungen: Hydrothermale Schlote stoßen bis zu 140 Grad heißes, stark saures Wasser aus. Die Orchideeninsel Lan Yu dagegen ist die Heimat der Yami, auch Tao genannt – eines von Taiwans 16 indigenen Völkern. Sie leben hier seit mehr als 4.000 Jahren. Die Koralleninsel Xiaoliuqiu ist dank der Bemühungen ehrenamtlicher Naturschützer zu einem Eldorado für Meeresschildkröten geworden.
Auf den Penghu-Inseln setzt ein Forscher derweil alles daran, eine Seeschwalbenart zu erhalten, die bereits als ausgestorben galt. Die Basaltfelsen, die hier vor Millionen Jahren durch Vulkanausbrüche entstanden sind, bieten einen idealen Rastplatz für die Vögel. Und auf Matsu, Taiwans nördlichstem Archipel, spielte der Glaube schon immer eine zentrale Rolle. Bis heute heißt es, die Insel habe mehr Götter als Menschen. Gleichzeitig lockt ein mysteriöses Naturphänomen – die „Blauen Tränen“ – immer mehr Touristen an.

 

Der Freigeist – Carl Maria von Weber

Der Freigeist – Carl Maria von Weber

Der Freigeist – Carl Maria von Weber

Ein Film von Holger Preuße und Philipp Quiring, sounding images, ZDF/arte, 52 min, 2026

Mit seinem „Freischütz“ schuf Carl Maria von Weber die erste deutsche romantische Oper. Weber war Zeit seines Lebens ein rastloser Sucher nach einem musikalischen Klang, der die Menschen im Herzen ansprach. Die Dokumentation „Der Freigeist – Carl Maria von Weber“ porträtiert den Menschen und präsentiert auch wenig bekannte Musiken und Lieder von ihm.

Carl Maria von Weber war von Neugier, musikalischer Ausdruckskraft und einer unstillbaren künstlerischen Energie bestimmt. Ein rastloser Erneuerer, dessen Wirkung weit über den bekannten „Freischütz“ hinausreicht. Weber wuchs in einer reisenden Schauspielerfamilie ohne festes zuhause auf, die von Stadt zu Stadt zog zu verschiedenen Theaterbetrieben. Diese Kindheit formte sein Gespür dafür, wie Klänge Menschen bewegen können. Ein Empfinden, das später sein gesamtes Schaffen prägte.

Er verstand das Orchester als erzählende Instanz, experimentierte mutig und öffnete neue musikalische Räume, deren Wirkung bis in die Moderne und in die Filmmusik reicht. Zugleich zeigt sich sein Leben voller Brüche, geprägt von Krankheit, finanzieller Belastung, unermüdlicher Arbeit und der Suche nach einer eigenen künstlerischen Sprache. Webers Musik verbindet emotionale Wucht mit einer zeitlosen Eigenart, die bis heute überrascht.

Die berühmte Oper „Der Freischütz“ ist der Inbegriff der deutschen romantischen Oper und wurde zum Meilenstein deutscher Kulturgeschichte. Weber war einer der ersten, der bewusst eine eigenständige deutsche Opernkultur schaffen wollte – sprachlich, musikalisch und thematisch.

„Der Freigeist – Carl Maria von Weber“ führt in die Welt eines Komponisten, der bis zu seinem frühen Tod im Alter von 39 Jahren unermüdlich daran arbeitete, den Klang seiner Zeit zu erneuern und der Musik eine eigene Ausdruckssprache zu schenken, um dem Publikum eine neue Art des Hörens zu eröffnen.

Anlässlich seines 200. Todestages eröffnet der Film einen Blick auf Webers Klangtiefe und wegweisende Kraft.

Hans Werner Henze: Komponist, Kommunist, Dandy

Hans Werner Henze: Komponist, Kommunist, Dandy

Hans Werner Henze: Komponist, Kommunist, Dandy

Ein Film von Holger Preuße und Philipp Quiring, sounding images, WDR, 52 min, 2026

Das Leben des am 1. Juli 1926 in Gütersloh geborenen Komponisten ist europäische Zeitgeschichte unterm Brennglas: NS-Zeit und Krieg, Konflikte als Homosexueller und öffentliche Attacken machten Hans Werner Henze zum politischsten Komponisten Deutschlands. Mit weltmännischem Auftreten und Villa in Italien sprengte er, ganz Inbegriff des Dandys, alle Vorstellungen von einem Komponisten der ‚E-Musik‘. Der Film hebt bisher unbekanntes persönliches Archivmaterial und bringt so auch Henzes intime Seite zur Geltung: als Person und als Komponist von bislang unveröffentlichten Liedern.

Die humanistischen Botschaften, die persönlichen Erfahrungen mit Nationalsozialismus, Krieg und kulturellem Identitätsverlust, der Widerstand gegenüber seiner Person und seinem Werk, bis hin zu öffentlichen Anfeindungen: All das sind prägende Erlebnisse, die Hans Werner Henze zu dem politischsten Komponisten Deutschlands werden lassen. Anlässlich seines 100. Geburtstages im Juli 2026 macht die Dokumentation die Gegenwärtigkeit seiner Musik hör- und sichtbar.

Hans Werner Henze ist der musikalische Chronist des Nachkriegsdeutschlands. In seinen zahlreichen großen Opern, in Orchesterwerken und seinen Liedern verhandelt er die wichtigen politischen und gesellschaftlichen Debatten seiner Zeit, lässt sie aber gleichermaßen vor dem Hintergrund seines menschlichen Verständnisses von Musik überzeitlich werden. Sein politisches und musikpädagogisches Engagement ist legendär. Dafür steht ganz besonders das Cantiere Internazionale d’Arte, die Internationale Kunstwerkstatt in Montepulciano, ein Festival für junge Musikerinnen und Musiker, Schauspielerinnen und Schauspieler, das Henze 1976 ins Leben gerufen hat.

Die beiden Autoren haben Zeitzeugen und Schauplätze aufgesucht, um mehr über den Menschen und Musiker Henze zu erfahren und dabei sehr persönliche, auf Kassetten eingesprochene Briefe entdeckt. Und sie haben sich auf die Suche nach bislang unveröffentlichten Liedern begeben. Mit Sopranistin Sarah Maria Sun und Pianist Jan Philip Schulze wurden diese im WDR zum ersten Mal aufgenommen.

 

„Danke für euren Film über Henze. Was für ein Stück Musikgeschichte, was für ein Stück Zeitgeschichte…. was für ein großartiger Dokumentarfilm. Gratulation und bravo, bravi.“

Dieter Kosslick
langjähriger Berlinale-Direktor

„…Ich habe mir den Film über Henze angesehen und bin sehr beeindruckt. … ein großes Kompliment und danke.“

Margarethe von Trotta
Schauspielerin und Regisseurin

 

Konfliktzone, Staffel 2

Konfliktzone, Staffel 2

Konfliktzone/ Decoding Conflicts, Staffel 2

Autoren: diverse, 26 min, berlin producers & storyline im Auftrag des ZDF und DW, in Zusammenarbeit mit arte

Konfliktzone: Iran – Warum eskaliert der Machtkampf im Nahen Osten?

Ein Film von Bamdad Esmaili und Charlotte Aebischer

jetzt in der arte-Mediathek und auf YouTube.

Trotz massiver US-Bombardements erweist sich das islamische Regime im Iran als recht stabil. Warum ist das Land immer wieder Brennpunkt von Konflikten? Geht es um Öl, Religion, Ideologien oder die Vorherrschaft im Nahen Osten?

Zwischen Iran, Israel und den USA brodelt seit Jahrzehnten ein Großkonflikt. Im Februar 2026 bringen US-israelische Bombardements eine neue Eskalation. Die Reihe Konfliktzone erklärt mit Info-Animationen und Experten aus der Region kompakt die Hintergründe.
Worum streiten hier welche Akteure und Allianzen: um Öl, Religion, Weltanschauungen oder gar um die Vorherrschaft im Nahen Osten? Der iranisch-britische Historiker Ali Ansari erläutert die tieferen geschichtlichen Wurzeln des Konflikts, der libanesische Journalist Nadim Koteich weist auf religiöse Konfliktlinien hin, und die verfolgte iranische Journalistin Mahtab Gholizadeh sieht den Kampf um Rohstoffe im Vordergrund: „Öl ist nicht einfach ein Teil der iranischen Wirtschaft – es ist ihr Rückgrat.“
Zudem beleuchtet das Erklärformat: Warum ist das Mullah-Regime auch unter massivem Kriegsdruck erstaunlich stabil? Ansari erklärt, dass schon seit den frühen 80er Jahren Strukturen etabliert wurden, wonach für jede Führungsperson, die stirbt, sofort mehrere potentielle Nachfolger vorgesehen sind.
Berichte von Betroffenen zeigen auch, was der Konflikt für Menschen der Region und in Europa bedeutet. So erzählt der im europäischen Exil lebende Iraner Parviz Afshari die Geschichte seines 17-jährigen Sohnes Sam, der im Januar 2026 bei Protesten angeschossen wurde. Afshari berichtet, wie Sicherheitskräfte selbst im Krankenhaus Jagd auf Verwundete machten: „Sie gaben den Befehl, dass man Verletzten den Gnadenschuss geben solle, – so ist mein Kind gestorben“.

 

 

Konfliktzone: USA vs. Kanada – Von Nachbarn zu Gegnern?

Ein Film von Anne Heimerl

jetzt in der arte-Mediathek und auf YouTube.

Kanada und die USA waren jahrzehntelang enge Verbündete. Seit Trumps Annexionsfantasien, aus Kanada den 51. Bundesstaat der USA zu machen, ist das vorbei. Der Film erklärt mit Infoanimationen und Expertinnen und Experten aus der Region kompakt die Hintergründe – von der gemeinsamen Geschichte beider Länder bis zu Mark Carneys neuer Außenpolitik für Kanada. Wie groß sind heute die wirtschaftlichen und militärischen Abhängigkeiten zwischen beiden Ländern wirklich – und kann sich Kanada vom übermächtigen Nachbarn lösen? Die Doku zeigt, wie Premierminister Mark Carney mit einer neuen Außenpolitik versucht, Kanada unabhängiger zu machen – unterstützt von Protesten unter dem Slogan „Elbows Up“ und der „Buy Canadian“-Bewegung, die gezielt auf amerikanische Produkte verzichtet. Der Blick in die USA zeigt: Amerikanische Bürger bezahlen die amerikanische Zollpolitik teuer, während der Oberste Gerichtshof Trumps Zölle für rechtswidrig erklärt. Persönliche Eindrücke von Menschen, die in Nordamerika leben, verdeutlichen, was der Konflikt für den Alltag bedeutet – diesseits und jenseits der fast 9000 Kilometer langen Grenze.

 

Todesfalle Krankenhaus? Fehler vermeiden – Menschen retten

Todesfalle Krankenhaus? Fehler vermeiden – Menschen retten

Todesfalle Krankenhaus? Fehler vermeiden – Menschen retten

Ein Film von Peter Podjavorsek. Hergestellt von Berlin Producers Media.

In der 3sat-Mediathek

Jährlich werden bei uns rund eine halbe Million Menschen im Krankenhaus falsch behandelt. Was kann man tun, um nicht krank aus der Klinik zu kommen?

Protagonistin im Supermarkt mit einem Einkaufszettel

Das deutsche Gesundheitssystem zählt zu den modernsten und teuersten der Welt. Trotz Hightech und Spitzenmedizin sind jedes Jahr ca. 200.000 Patientinnen und Patienten von Behandlungsfehlern im Krankenhaus betroffen. Rund 20.000 bezahlen dafür mit ihrem Leben. (max. 270 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Die Folgen sind nicht nur tragisch, sondern auch teuer: 15 Prozent aller Krankenhauskosten – stolze 48 Milliarden Euro jährlich – entstehen durch Fehler. Wir gehen der Frage nach: Wie kann es sein, dass ausgerechnet Krankenhäuser so häufig krank machen – und was können Forschung und Technik dazu beitragen, um diese Risiken zu verringern?

Es gibt vielfältige Ansätze dazu, die Jasmina Neudecker auf einer Reise durch Deutschland kennenlernt. Im Main-Taunus Kreis wird in einem Modellprojekt die Bevölkerung über die Symptome einer Sepsis aufgeklärt, an der Uniklinik Greifswald wurde ein neuartiges Sepsis-Screening eingeführt. In anderen Krankenhäusern sollen Optimierungen beim Verabreichen von Medikamenten und eine verbesserte Fehlerkultur dazu beitragen, die Zahl der Fehlbehandlungen zu verringern. Neue, mit Hilfe von KI an der Uni Würzburg entwickelte Antibiotika sollen helfen, die Fallzahlen zu senken. Jasmina Neudecker trifft aber auch Patienten, die von Behandlungsfehlern betroffen sind. J. Kardas leidet nach einer Sepsis unter erheblichen Spätfolgen, bei H. Castagne wurde eine unnötige Operation durchgeführt.