13.07.2026 - 0:15 Uhr
Ein Film von Holger Preuße und Philipp Quiring
Mit seinem „Freischütz“ schuf Carl Maria von Weber die erste deutsche romantische Oper. Weber war Zeit seines Lebens ein rastloser Sucher nach einem musikalischen Klang, der die Menschen im Herzen ansprach. Die Dokumentation „Der Freigeist – Carl Maria von Weber“ porträtiert den Menschen und präsentiert auch wenig bekannte Musiken und Lieder von ihm.
Carl Maria von Weber war von Neugier, musikalischer Ausdruckskraft und einer unstillbaren künstlerischen Energie bestimmt. Ein rastloser Erneuerer, dessen Wirkung weit über den bekannten „Freischütz“ hinausreicht.
Weber wuchs in einer reisenden Schauspielerfamilie ohne festes zuhause auf, die von Stadt zu Stadt zog zu verschiedenen Theaterbetrieben. Diese Kindheit formte sein Gespür dafür, wie Klänge Menschen bewegen können. Ein Empfinden, das später sein gesamtes Schaffen prägte.
Er verstand das Orchester als erzählende Instanz, experimentierte mutig und öffnete neue musikalische Räume, deren Wirkung bis in die Moderne und in die Filmmusik reicht. Zugleich zeigt sich sein Leben voller Brüche, geprägt von Krankheit, finanzieller Belastung, unermüdlicher Arbeit und der Suche nach einer eigenen künstlerischen Sprache. Webers Musik verbindet emotionale Wucht mit einer zeitlosen Eigenart, die bis heute überrascht.
Die berühmte Oper „Der Freischütz“ ist der Inbegriff der deutschen romantischen Oper und wurde zum Meilenstein deutscher Kulturgeschichte. Weber war einer der ersten, der bewusst eine eigenständige deutsche Opernkultur schaffen wollte – sprachlich, musikalisch und thematisch.
„Der Freigeist – Carl Maria von Weber“ führt in die Welt eines Komponisten, der bis zu seinem frühen Tod im Alter von 39 Jahren unermüdlich daran arbeitete, den Klang seiner Zeit zu erneuern und der Musik eine eigene Ausdruckssprache zu schenken, um dem Publikum eine neue Art des Hörens zu eröffnen.
Anlässlich seines 200. Todestages eröffnet der Film einen Blick auf Webers Klangtiefe und wegweisende Kraft.