New Adult – Der Boom der Romance Literatur

New Adult – Der Boom der Romance Literatur

New Adult – Der Boom der Romance Literatur

Ein Film von Hai-Hsin Lu, ZDF/ARTE, 52 min, 2026

„Das ist mein liebstes Dark Romance Enemies to Lovers-Buch” – ein verwirrender Satz, mit lauter englischen Begriffen gespickt. Im New Adult Romance-Universum gehören solche Tropen zum Alltag der Buchbesprechungen. Unter dem Hashtag „#BookTok“ teilen Leserinnen ihre Lieblingsbücher, rezensieren ganze Reihen und brechen vor laufender Kamera in Tränen aus – die pastellfarbene Bücherwand stets im Hintergrund.

Ein Buch, das auf TikTok viral geht, landet meist auf der Bestsellerliste. Auf dem deutschen Buchmarkt haben viele Verlage Imprints gegründet, um die neue Romance-Zielgruppe zu erreichen. Im Gegensatz zur restlichen Verlagsbranche wächst das Romance-, Fantasy- und Young-Adult-Segment. Auf großen Buchmessen füllen sie inzwischen ganze Hallen, in denen begeisterte Leserinnen stundenlang für eine Signatur anstehen.

Trotzdem ignoriert die Literaturkritik New Adult Romance weitgehend. „Wer entscheidet, was gelesen werden kann oder nicht? “, fragt sich die New Adult-Bestsellerautorin Stella Tack. Sie hat großen kommerziellen Erfolg, aber kaum Anerkennung im Feuilleton und würde nie einen Buchpreis gewinnen. Genau dieses Spannungsfeld zwischen „Schund“ und wertiger Literatur erkundet unsere Dokumentation.

 

Um möglichst viele Facetten des Genres zu zeigen, sprechen wir außerdem mit Literaturkritikerin Julia Hubernagel, Psychologin Melinda Green, Sexualtherapeutin Ines Mahr und Kulturwissenschaftlerin Katie Dean. Vor allem aber begleiten wir neben Stella Tack auch Bestsellerautorin Bianca Iosivoni in ihrem Alltag – und treffen Booktokerin Vanessa von Bock, die für diejenigen steht, die New Adult überhaupt zum Erfolg verhelfen.

Eines wird klar: New Adult Romance wirkt neu, ist es aber nicht. Sie reiht sich in die lange Tradition der Romance-Literatur ein, primär von Frauen für Frauen geschrieben, die stets die Themen jeder neuen Generation aufgreift, sei es Klimakrise, Tierschutz, Mental Health, Rassismus, Queerness oder sexuelle Selbstbestimmung.

Klang der Alpen

Klang der Alpen

Klang der Alpen

Ein Film von Elke Sasse und Pascal Capitolin, 90min, tba

DER KLANG DER ALPEN ist eine immersive Reise durch eine der schönsten und imposantesten Berglandschaften Europas. Eine Begegnung mit besonderen Menschen und nie gehörten Klängen. Eine „Anstiftung zum Hören“, die das Sehen verändert und es ermöglicht, die Bergwelt der Alpen jenseits unserer Sehnsüchte und Projektionen neu zu erleben.

Der Film folgt einer Bewegung vom Tal hinauf in Richtung Gipfel – durch Wälder, über Wiesen, durch eine Höhle, die Felslandschaften oberhalb der Baumgrenze, über einen Gletscher. Dabei nähern wir uns der Bergwelt über unsere Ohren. Wir begegnen Menschen, die unsere Sinne schärfen für ihre ganz besonderen Klangwelten. Sie nehmen uns mit und öffnen Ohren – und Augen. Wir tauchen mittels immersiver Tontechnik in ihre „Wunderwelten“ ein und lassen uns berühren. Wir hören den Alpen zu, dechiffrieren ihre Botschaften.

Wir erleben die Bergwelt als Suchende, nicht als Bezwingende. Wir sind nur Zuhörende. So lösen sich Gewissheiten auf und Töne dekonstruieren Postkartenmotive. Wir hören und wir sehen wie neu. 

Wir begegnen den Alpen nicht als Objekt, nicht als Ressource, Kulisse oder Projektionsfläche. Und werden so Zeugen einer großen Transformation. Wir erleben Schönheit, Verletzbarkeit – und Zerstörung: Kaum ein Ort ohne die Tonspur des Menschen, die vertrocknenden Wälder seufzen, der Klang der im Schmelzen platzenden Luftblasen im ewigen Eis ist die Tonspur des Klimawandels.

Doch wir erstarren nicht in Hoffnungslosigkeit, denn das Hören ermöglicht uns eine andere Art der Begegnung. Töne sind persönlich und emotional. Über sie erfahren wir eine wiedergefundene Verbindung – zu dieser einzigartigen Welt in Gefahr.

Bones – Die Jagd nach Dinofossilien

Bones – Die Jagd nach Dinofossilien

Bones – Die Jagd nach Dinofossilien

Ein Film von Jeremy Xido, in Ko-Produktion mit Intuitive Pictures, 2023

Auf internationalen Märkten erzielen Dinosaurier-Fossilien seit einigen Jahren Preise in Millionenhöhe. Dabei konkurrieren besessene Sammler mit Museen und Wissenschaftlern darum, ein Stück der Vergangenheit zu besitzen. Es ist die die Geschichte eines illegalen Raubzuges voller Intrigen an der Schnittstelle von Wissenschaft und kommerziellem, nicht immer legalen Handel.

Der Dokumentarfilm von Jeremy Xido, produziert von Intuitive Pictures (Oscar-Nominierung 2023 für „Fire & Love“) und Berlin Producers Media, ist internationaler Thriller ebenso wie  filmische Meditation über die Natur des Daseins und folgt unterschiedlichen ProtagonistInnen: Einem deutschen Wissenschaftler mit marokkanischen Wurzeln, der im Atlas-Gebirge im Wettlauf mit Fossilienräubern steht, einer mongolischen Paläontologin, die dafür kämpft, die Knochen an ihren Fundort zurückzubringen, an dem sie geplündert wurden, einem französischen Fossilienhändler mit zweifelhafter Reputation, einem italienischen Auktionator in Diensten eines Pariser Auktionshauses und Jack Horner, Vorbild für die Figur des Paläontologen Alan Grant aus „Jurassic Park“, der zuversichtlich ist, die DNA von Dinosauriern rekonstruieren zu können und sie so zum Leben zu erwecken

Douglas Sirk – Meister des Melodramas

Douglas Sirk – Meister des Melodramas

Douglas Sirk - Meister des Melodrams

Ein Film von Roman Hüben in Ko-Produktion mit Pic-Film (Schweiz)
Ein investigatives Porträt des Meisters des filmischen Melodramas, Douglas Sirk. Sein Leben war das ultimative Melodrama und beeinfusste all seine Filme. Durch die Aussagen seiner engsten Vertrauten und die bislang unveröffentlichten Tagebuchaufzeichnungen seiner Frau näher wir uns diesem mysteriösen Mann. Wir entdecken seine Welt und seine Geschichte, die von Hoffnung und Desillusionierung, vom Tod und natürlich von der Liebe geprägt ist.

Der illegale Film

Der illegale Film

Der illegale Film

Ein Film von Martin Baer und Claus Wischmann, 80 min., 2018
 

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„Der illegale Film
– Ich seh‘ die Welt vor lauter Bildern nicht“

Mein Haus.
Ihr Auto.
Unsere Strasse.

Klare Sache: Eigentum.

Aber wem gehört eigentlich das Foto von meinem Haus?
Die Farbe Ihres Autos?
Das Bild unserer Strasse?

Seit es Menschen gibt, benutzen wir Bilder, um uns ein Bild von der Welt zu machen. Heute filmt und fotografiert sich die Menschheit wie nie zuvor. Zwei Milliarden Fotos werden Tag für Tag in die Netzwerke hochgeladen. Über 45 Milliarden Kameras bilden uns und die Welt im Jahr 2020 ab. Wie gehen wir damit um, wenn die Welt und ihr Abbild verschmelzen?

„Der illegale Film“ zeigt, wie schnell und tiefgreifend sich unser Umgang mit Bildern verändert: Welche Bilder werden wir zu sehen bekommen und wie wird der Zugang dazu geregelt? Wie wird das unsere Beziehungen zueinander beeinflussen? Wie werden die neuen Technologien unser Bild der Welt prägen? Wie werden wir uns in einer Welt bewegen, in der „Realität“ und „Bild“ nicht mehr zu unterscheiden sind?
Nach dem international erfolgreichen und auf über zwanzig Festivals mit Preisen ausgezeichneten „Kinshasa Symphony“ ist „Der illegale Film“ die zweite Zusammenarbeit von Martin Baer und Claus Wischmann.

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