The Lucky Tenor – José Carreras wird 75

The Lucky Tenor – José Carreras wird 75

The Lucky Tenor – José Carreras wird 75

Ein Film von Beatrix Conrad, BR/WDR/SWR und C Major Entertainment, 45 min, 2021

Das Privatleben von José Carreras lief nicht immer so glanzvoll und ungetrübt wie seine Weltkarriere: Seine Familie wurde vom Franco-Regime verfolgt, seine Mutter stirbt an Krebs, als er gerade mal 18 Jahre ist, Ende der 80er Jahre erkrankt er an Leukämie. Damals noch ein sicheres Todesurteil. Carreras nimmt den Kampf auf und überlebt als einer der ersten Patienten, bei dem eine Knochenmarktransplantation durchgeführt wird.

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Gerade der Umgang mit den tragischen Momenten seines Lebens verrät viel über den Menschen hinter dem Opernstar. Er ist ein unermüdlicher Kämpfer, ein großer Kommunikator und ein gnadenloser Optimist. Seine Energie stellte er nicht zuletzt 1990 mit der Gründung der „Drei Tenöre“ an der Seite von Luciano Pavarotti und Placido Domingo unter Beweis. Kurz vor der Gründung war Carreras Teil der ersten Einspielung der „West Side Story“ von Leonard Bernstein, in der er als einziger Spanier die Hauptrolle des amerikanischen Tony übernahm.

Das mittlerweile 30jährige Engagement für die José Carreras Leukaemia Foundation sind ein weiterer Beweis für die unbeugsame Natur des Spaniers: Jahr für Jahr lädt er die Stars nach Leipzig zu seiner Spendengala ein. Über 220 Millionen Euro kamen dabei bisher zusammen – auch das ein beeindruckendes Lebenswerk.

Ein bewegendes Abschiedskonzert gibt der Tenor in seiner zweiten musikalischen Heimat: in der Wiener Staatsoper. Das Publikum bedankt sich bei ihm mit minutenlangem Applaus. Danke und Adieu an The Lucky Tenor.

Das Bundesverfassungsgericht

Das Bundesverfassungsgericht

Das Bundesverfassungsgericht wird 70!

Auftraggeber: BVerfG, 2021

Am 28. September 1951 wurde das Bundesverfassungsgericht gegründet. Bewusst weit weg von Bonn, entstand das Gericht in Karlsruhe. Es sollte die noch junge Verfassung der Bundesrepublik schützen.

Siebzig Jahre sind seitdem vergangen und das Gericht hat mit seinen zahlreichen Urteilen Geschichte geschrieben: Ob zur Abtreibung, dem Kopftuch, den Harzt-IV-Sätzen oder Europa: Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinen Entscheidungen die deutsche Gesellschaft nachhaltig geprägt.

Zum 70sten Geburtstag wurde ein Film beauftragt, der hinter die Kulissen des Verfassungsorgans schaut und deutlich macht: So entsteht eine Entscheidung des Gerichts. Dazu durfte unser Team Mitarbeiter*innen und Richter*innen bei der Arbeit über die Schulter schauen und einen 14-minütigen Film daraus machen.

„So findet das Bundesverfassungsgericht seine Entscheidungen“ hier auf dem YouTube-Kanal des Bundesverfassungsgerichtes anschauen.

Für 2024 produzierten wir vier weitere Film für das Bundesverfassungsgericht. In der Reihe „Meine Grundrechte“ (Englisch: „My fundamental rights“) werden bedeutsame Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts und deren Auswirkungen auf das gesellschaftliche und politische Leben thematisiert.

Die Reihe „Meine Grundrechte“ gibt es ebenfalls hier auf ihrem YouTube-Kanal zu sehen.

 

Walid Habash

Walid Habash

Walid Habash

Mediengestalter Bild und Ton
Walid Habash

Konakt:

+49 30 44 03 169 – 35
walid[at]schnittlauchpostproduktion.de

Walid kam zuerst als Praktikant zu den Berlin Producers und begann ab 2018 eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton. Nachdem er diese erfolgreich abgeschlossen hat, blieb er und unterstützt nun für Schnittlauch/Berlin Producers die Postproduktion und den Schnitt.
Seine große Liebe ist und bleibt die Musik und nebenher arbeitet er zudem fleißig an seiner Musikerkarriere.

Lily Küntzle

Lily Küntzle

Lily Küntzle

Redakteurin, Producerin
Lily Küntzle

Kontakt:

+49 (0)30 44 03 169 – 11
info[at]sounding-images.de

Lily Küntzle kommt eigentlich aus der Musikwissenschaft und hat zuvor überwiegend in der Festivalorganisation gearbeitet. Als Sommerassistentin im Medienbüro der Salzburger Festspiele ist sie dann intensiv mit Streaming in Berührung und über weitere Wege letztlich zu Sounding Images gekommen. Hier begann sie 2021 als Volontärin in der Redaktion und ist seit 2022 Redakteurin, Autorin und Producerin. Lily ist in Berlin, den USA und Wien aufgewachsen.

Filmographie

Autorin/Producer/Assistenz (Auswahl)

 

2024

STERNSTUNDEN DER MUSIK – Serie (43/52 min., ZDF/ARTE, C Major, Unitel, EuroArts)

Mischa Maisky spielt Tschaikowsky (43 min., NDR/ARTE)

Weihnachten in Regensburg | Mit Benjamin Appl, Elsa Dreisig und den Regensburger Domspatzen (43 & 70 min., BR/ARTE)

 

2023

„MAISKY & JÄRVI“ | Mischa Maisky – Zum 75. Geburtstag (96 min. ARTE Concert)

Music ex machina – Künstliche Intelligenz in der klassischen Musik (52 min. WDR)

 

2022

7 Leben für die Musik – Die Familie Kanneh-Mason (37/60 min. ZDF/3sat)

Pierre-Laurent Aimard spielt Olivier Messiaen (36 min. ARTE Concert)

Auf Tour mit Mozart – Felix Klieser und das Bournemouth Symphony Orchestra (43 min. WDR/Arte)

VIKTOR ULLMANN: Die Weise von Liebe und Tod – Aufnahmen des Jewish Chamber Orchestra Munich in Theresienstadt (Onlineformat)

 

2021

The Lucky Tenor – José Carreras wird 75 (30/45 min. BR/WDR/SWR)

Happy Birthday, Giora Feidman – Der König des Klezmer wird 85 Jahre (70 min. ZDF)

Sternstunden der Musik | Jessye Norman und Kathleen Battle singen Spirituals

Sternstunden der Musik | Jessye Norman und Kathleen Battle singen Spirituals

Sternstunden der Musik | Jessye Norman und Kathleen Battle singen Spirituals

Ein Film von Dag Freyer, ZDF/arte und C Major Entertainment, 43 min., 2021

Der Abend im März 1990 steht unter enormem Erwartungsdruck. Die Spannung knistert an allen Ecken. Würden die beiden konkurrierenden Diven es tatsächlich schaffen, gemeinsam und nicht gegeneinander zu singen? Obwohl Spirituals sich inzwischen als Konzertrepertoire etabliert hatten, ist es doch stets ein Wagnis, die Wucht klassisch geschulter Stimmen auf die innig-schlichten Melodien „loszulassen“.  Kann der Geist von Musik, die Menschen in der Unterdrückung Lebenskraft, Mut und Trost spenden sollte, von hochvirtuosen Stimmen für Hörer auf sündteuren Opernplätzen bewahrt werden?

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Die beiden Diven erobern die Carnegie Hall im Sturm, Kritik und Publikum huldigen ihnen: Es ist ein musikalisches Fest aus Charisma, Virtuosität, Lebendigkeit und Show. Jessye Norman dominiert mit ihrem authentischen Timbre und einem afrikanisch-farbenprächtigen Kostüm die Bühne, Kathleen Battle trifft noch die feinsten hohen Koloraturen. Eine magische Einheit entsteht zwischen den beiden gegensätzlichen Künstlerinnen an diesem Abend, als sie sich dem Repertoire annehmen, mit dem in ihrer Jugend ihr musikalischer Werdegang begonnen hatte.

Peter Gelb, damals der Produzent des Konzerts und heute der General Manager der Metropolitan Opera, erinnert sich an die Umstände, unter denen dieses besondere Konzertereignis entstand. Queen Esther Marrow, die Gründerin der Harlem Gospel Singers, und die in Berlin lebende Jocelyn B. Smith unterstreichen den spirituellen Aspekt und die politische Dimension des Abends.

Hört man das Konzert heute, 3 Jahrzehnte der Desillusionierung später, so hört man es unweigerlich im Kontext der „Black Lives Matter“ – Bewegung, die sich durch eine Häufung von Polizeigewalt gegen Schwarze gebildet hat. Ein Rollback, wie es wohl insbesondere die beiden Sängerinnen nicht erwartet hätten, die ihr eigenes Kapitel der Bürgerrechtsbewegung vollendeten, indem sie das Auftreten Nicht-weißer Sänger*Innen auf den Opernbühnen zur Normalität machten.

Wir hören die packenden Duette wie Scandalize my Name und „Klassiker“ wie Swing low, sweet Chariot erneut und versuchen, das Konzert in seiner damaligen und heutigen musikgeschichtlichen wie politischen Dimension zu erfassen – vor allem aber, um die einzigartige Performance zu genießen, die dieser genuin afroamerikanischen Ausdrucksform weltweite Wertschätzung eroberte.