Überlebenskünstler

Überlebenskünstler

Überlebenskünstler

Ein Film von Claus Wischmann und Holger Preuße

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Sie leben zwei Leben. Den Job brauchen sie fürs Geld, die Musik für ihr Seelenheil. Sie stehen abends umjubelt auf der Bühne und putzen am nächsten Morgen die Toiletten. Sie greifen in die Tasten und sortieren anschließend den Müll. Sie interpretieren Beethoven und reparieren dann den Auspuff. Sie sind Überlebenskünstler.

Hannah Arendt – Die Pflicht zum Ungehorsam

Hannah Arendt – Die Pflicht zum Ungehorsam

Hannah Arendt - Die Pflicht zum Ungehorsam

Ein Film von Ada Ushpiz, HD, WDR/arte, 90 min.

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Hannah Arendt ist eine der einflussreichsten politischen Denkerinnen des 20. Jahrhunderts. Doch was sagt ihr Werk jungen Leuten von heute, einer Generation, die sich jenseits nationaler oder kontinentaler Beschränkungen bewegt, und die Partei ergreift für ein „Denken ohne Ge-länder“ (Hannah Arendt) der Systeme, Ideologien und Wunschvorstellungen? Ob im arabischen Frühling, beim Protest gegen politische Repressionen in der Ukraine, in Hongkong, in Kanada, dem Engagement der Occupy-Bewegung, bei NGOs oder beim Publikmachen staatlich sanktionierten Ausspionierens ganzer Völker. Politik wird dort verstanden als eine „Sache der Freiheit gegen das Unheil der Zwangsherrschaft jeglicher Art“, so wie es Hannah Arendt einst beschrieb.

Die Ahnen der Queen

Die Ahnen der Queen

Die Ahnen der Queen

Ein Film von Hannes Schuler. ZDF/arte, HD, 75 min.

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Im Mittelpunkt der Dokumentation steht die schillernde Figur des Prinzen Leopold von Sachsen-Coburg, der aus einem verarmten Adelshaus Mitteldeutschlands stammend, im 19. Jahrhundert europäische Geschichte schreibt. Er selbst bringt es bis zum König der Belgier, seine Kinder und Enkel vermählt er mit allen wichtigen europäischen Königshäusern. Sein größter Coup ist der englische Königsthron, den er durch seine Nichte Victoria in den eigenen Stammbaum derer von Coburg einreiht.

Der Film begibt sich mithilfe von Schauspielern auf Spurensuche. Immer wieder treten sie aus ihren Rollen und schaffen dadurch eine augenzwinkernde Distanz zu ihren historischen Vorbildern.

 

Albtraum im Märchenland

Albtraum im Märchenland

Albtraum im Märchenland

Ein Film von Adamna Adim, Eva Gruen und Edgar Wolf. 43 min., WDR 2010

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Tausende junger Afrikanerinnen gehen jedes Jahr in die reichen Golfstaaten, um dort als Hausangestellte zu arbeiten, denn sie haben in ihrer Heimat keinerlei Perspektiven. Hausmädchen in Dubai zu sein, ist auch für viele Äthiopierinnen die einzige Hoffnung auf bezahlte Arbeit.

Der Film verfolgt das Schicksal junger Äthiopierinnen vor, während und nach ihrem Arbeitsaufenthalt in Dubai, gibt Einblick wie die Menschenhändler ihre Opfer gewinnen und ins Ausland überführen und begleitet die jungen Frauen auf ihrem Weg aus der Armut in den reichen Golfstaat. Dabei geht es um den Traum von einem besseren Leben, um Ausweglosigkeit und um die Missachtung von Menschenrechten. Darüber hinaus beleuchtet der Film den Alltag in der zugleich schillernden und brüchigen Welt des Glitzerparadieses Dubai und offenbart deren Doppelbödigkeit, Brutalität und den gesellschaftlich anerkannten Machtmissbrauch.

Cameron Carpenter Superstar

Cameron Carpenter Superstar

Cameron Carpenter Superstar

Ein Film von Caroline Beiersdorf und Claus Wischmann, 26 min.

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Die weißen Schuhe rasen mit einer Geschwindigkeit über die Pedale, die dem Zuschauer den Mund offen stehen lässt. Das eigenwillige Schuhwerk ist Teil des Phänomens Cameron Carpenter. Im mit Pailletten besetztem Glamour-Outfit spielt Carpenter auf einer zweihundert Jahre alten Kirchenorgel Cindy Laupers „True Colours“. Beine, Arme, Hände und Füße sind in konstanter, koordinierter Bewegung und rasen der Ziellinie eines vollendeten Auftritts entgegen, und dem donnernden Applaus der Zuhörer.

Mit seinem Orgelspiel ist der junge New Yorker dabei, Musikgeschichte zu schreiben. Die Orgel ist reif für einen neuartigen, bedeutenden Ausdruck von Ideen meint Cameron Carpenter, während er sich mit einigen Liegestützen für das Konzert warm macht. Seine Vision der Orgel umfasst nicht nur das klassische Repertoire, sondern auch Bearbeitungen von Klavier-, Orchester- und Popmusik. Ganz selbstverständlich steht bei Carpenters imposanten Auftritten Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ neben Bob Dylans „Mr. Tambourine Man“ und Filmmusik von John Williams. Cameron hat über 200 musikalische Werke für die Orgel transkribiert, komponiert eigene Stücke und mischt diese selbstverständlich in sein buntes Programm.