Beziehungskrisen – Wie Corona spaltet

Beziehungskrisen – Wie Corona spaltet

Beziehungskrisen – Wie Corona spaltet

Ein Film von Peter Podjavorsek und Adama Ulrich, 43min, MDR 2021

Bis 12.7.22 in der ARD-Mediathek verfügbar

Viele kennen es: Ein Mensch, der einem nahe steht, vertritt seit dem Ausbruch der Coronapandemie plötzlich obskure Ansichten und behauptet, dass das Virus nicht existiert. Oder dass Bill Gates hinter allem steckt und Menschen beim Impfen gechipt werden, damit sie von den Mächtigen kontrolliert werden können. Nicht alle Kritiker der staatlichen Corona-Maßnahmen denken so radikal, nicht alle sind Verschwörungsgläubige. Aber Corona spaltet: Familien, Freundschaften, unsere Gesellschaft. Allzu häufig scheitern Versuche, sich in freundschaftlich-kritischer Weise auseinanderzusetzen.

Woher kommt die Vehemenz in der Auseinandersetzung? Wie gehen wir damit um, als Einzelne, als Gesellschaft? Welche Strategien gibt es, wieder ins Gespräch zu kommen oder soll man es einfach lassen?

Das Autorenteam Peter Podjavorsek und Adama Ulrich besucht Menschen, die mit ihren Verwandten oder Freunden wegen unterschiedlicher Ansichten zu Corona im Clinch sind. Richard Zschech ist mit Verschwörungsmythen aufgewachsen. Heute hat er sich davon gelöst – und sieht seinen Vater nur noch gelegentlich. Marcus Fuchs, der Initiator von „Querdenken“ in Dresden, liegt ebenfalls mit seiner Verwandschaft im Streit. Bei Andrea S. waren Gespräche irgendwann gar nicht mehr möglich. Sie hat den Kontakt zu ihrer Mutter komplett abgebrochen. Dabei sind sich die meisten von ihnen einig: Menschen sollten miteinander im Gespräch bleiben. Denn nur so kann Demokratie funktionieren.

Der Traum von fünf Prozent – Unterwegs zu den kleinen Parteien

Der Traum von fünf Prozent – Unterwegs zu den kleinen Parteien

Der Traum von fünf Prozent – Unterwegs zu den kleinen Parteien

Ein Film von Marie Villetelle u.a., 90 min, ZDF/ARD/rbb/hr 2021

Noch nie waren so viele Parteien zu einer Bundestagswahl zugelassen wie 2021. Das politische Spektrum wird größer.

Neben den sieben etablierten Parteien, die bereits im Bundestag vertreten sind, beteiligen sich auch viele kleine Vereinigungen am Wahlkampf. Und das trotz schwieriger Bedingungen in Pandemie-Zeiten. Ihr Traum ist es, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen und ins Parlament einzuziehen.
Manche Parteien haben eine lange Geschichte, andere sind neu gegründet. Einige haben nur wenige Hundert Mitglieder, andere mehrere Zehntausend. Ihre Themen sind höchst unterschiedlich: Es geht um Humanismus, Klima, Tierschutz, Heimat, Migration oder Gesundheit.

Was steckt hinter diesen Parteien? Oder besser: Wer? Ein Reporterinnen-Team war im Juli und August in Deutschland unterwegs. Ein knallroter Wohnwagen stand auf Marktplätzen oder in Biergärten, bei Sonne oder Regen. Hier konnten die Parteienvertreter über Programme, Ideen und Interessen sprechen. Und ihre Argumente mit potenziellen Wählerinnen und Wählern austauschen.

Eingeladen waren alle Parteien, die mit mindestens einer Landesliste zur Bundestagswahl antreten. Aus der Reise zu den kleinen Parteien wurde ein politisches Road-Movie durch das Deutschland der sogenannten „Sonstigen“.

 

Ab jetzt in den Mediatheken von ARD und ZDF zu sehen!

Das Humboldt Forum

Das Humboldt Forum

Das Humboldt Forum – Ein Schloss für Berlin und die Welt?

Ein Film von Dag Freyer und Friederike Schlumbom, 60 min, rbb/ARD 2021

Das Humboldt Forum im Berliner Stadtschloss ist das aufsehenerregendste und meistdiskutierte Kulturprojekt der letzten Jahre in Deutschland. Warum wurde der Palast der Republik abgerissen, um ein Schloss wiedererstehen zu lassen, das auch an kaiserliche Weltmachtfantasien von Deutschlands „Platz an der Sonne“ erinnert? Wie können an diesem Ort auch Sammlungsbestände ausgestellt werden, die aus kolonialen Kontexten stammen? Kann an diesem Ort wirklich der Dialog auf Augenhöhe der Weltkulturen initiiert werden, für den das Humboldt Forum stehen möchte? Wie funktional ist der moderne Neubau hinter den rekonstruierten Fassaden? Wie entwickelt sich die Nutzungskonzept, das ganz unterschiedliche Akteure unter einem Dach und der Bezeichnung „Humboldt Forum“ vereint?

Wie die Elbphilharmonie in Hamburg ist das Berliner Stadtschloss ein Bau mit einer großen Strahlkraft weit über die Stadt hinaus. Nach seiner Fertigstellung wird es Besucher aus aller Welt anlocken. Der Film zeichnet die Genese des Humboldt Forums nach, erzählt von der Baugeschichte der Schlossrekonstruktion ebenso wie von den Debatten um seine Inhalte, und gibt einen Vorgeschmack auf das, was die Besucher hinter den strahlenden Barockfassaden erwarten dürfen.

Regisseure des Filmes sind Dag Freyer, der die Bestände der Stiftung Preußischer Kulturbesitz kennt wie kaum ein anderer Filmemacher, und Friederike Schlumbom, die das Humboldt Forum seit dem Baubeginn des Berliner Schlosses filmisch begleitet hat.

Pitch, der plan b-Podcast

Pitch, der plan b-Podcast

Pitch, der plan b-Podcast

Moderatorin Salwa Houmsi spricht mit ihren Gesprächspartner*innen über ihre Ideen und Visionen, ihren Plan B.

Jede Woche ein Thema, jede Woche ein Gast. Die Gespräche werden ergänzt durch interessante Wissensblöcke, Hintergrundfakten und unterhaltsame Rubriken. Kurzweilig, informativ, lösungsorientiert.

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

In der ersten Folge geht es um Frauen und Finanzen. Natascha Wegelin, auch bekannt als „Madame Moneypenny“ ermutigt Frauen, den Weg in Richtung finanzielle Unabhängigkeit einzuschlagen und gibt Tipps, wie das gelingt. Mit frischen Infos zeigt Nicole Klaski von „The Good Food“ neue Wege um weniger Lebensmittel zu verschwenden. „Pitch, der plan b-Podcast“ bietet in den nächsten Wochen auch Hörenswertes zu den Themen Verhütung für den Mann, zirkuläres Bauen oder bedingungsloses Grundeinkommen und scheut sich auch nicht vor Tabu-Themen wie Pornografie oder Sterben. Begleitet wird der Podcast von einem Instagram-Kanal. Hier kann sich die „Pitch“-Community weiter informieren und über neue Lösungsansätze austauschen.

Links zum Podcast:
Spotify
Apple Podcasts
Amazon Music

ZDF-Mediathek

 

Eine Polin für Oma

Eine Polin für Oma

Eine Polin für Oma

Ein Film von Mirjana Momirovic und Caroline Haertel, 43min, SWR/ARD 2021

Bis 8.3.22 in der ARD-Mediathek verfügbar

Was bedeutet es, wenn leben nicht mehr allein geht, weil Körper oder Geist nicht mehr mitspielen und die Familie nicht rund um die Uhr für einen da sein kann? Viele holen sich Hilfe aus dem Ausland, engagieren eine Betreuerin. Plötzlich ist sie da: die fremde Frau, permanent präsent, helfend, pflegend – aber eben auch die fortwährend schmerzhafte Erinnerung daran, dass man es allein nicht mehr packt.

Es ist eine emotionale Achterbahn für zwei Menschen, die sich nicht gesucht haben, aber urplötzlich aufeinander angewiesen sind. Der eine, weil er die Hilfe braucht, die andere, weil sie angewiesen ist auf das Geld. Geld für ein besseres Leben – nicht in Deutschland, sondern zu Hause, etwa in Polen. Doch eben dieses Zuhause sehen die Betreuerinnen über lange Zeiträume nicht.

Der Film zeigt die Höhen und Tiefen von durch das Schicksal – Pflegebedürftigkeit hier, Armut dort – erzwungenen Zweierbeziehungen. Nicht zuletzt ist die Betreuung pflegebedürftiger auch ein Geschäft. Der Markt ist für die Angehörigen Pflegebedürftiger nicht leicht zu durchschauen, die Seriosität der Anbieter nicht leicht zu prüfen. In den vergangenen Monaten haben Staatsanwälte umfangreiche Ermittlungen in der Szene aufgenommen. Auch damit beschäftigt sich die Dokumentation.