Betrifft: Wohnen ab 60 – Wo leben im Alter?

Betrifft: Wohnen ab 60 – Wo leben im Alter?

Betrifft: Wohnen ab 60 - Wo leben im Alter?

Ein Film von Jonas Geisler und Peter Podjavorsek, 45 min., SWR, 2023

Bis zum 28.02.2025 in der ARD-Mediathek

Das Thema Wohnen ist im Alter mit Herausforderungen verbunden. Wie vermeidet man Einsamkeit, wenn man keine Kolleg:innen mehr hat und die Kinder längst ausgezogen sind? Was tun, wenn die Gesundheit irgendwann nicht mehr mitspielt oder die finanziellen Mittel nicht mehr für die bisherige Wohnung ausreichen? Karin Stütz und Gereon Niekamp, beide bald im Ruhestand, besuchen Wohnprojekte, die sich speziell für Ältere eignen.

Gereon besitzt ein eigenes Haus, Karin lebt zur Miete. Beide wissen, dass sie ihre Wohnsituation im Ruhestand anpassen müssen. Um Ideen zu sammeln, begeben sich die beiden auf eine Reise durch den Südwesten des Landes. Sie besuchen ein Mehrgenerationenhaus, wo Jung und Alt in Gemeinschaft leben. Sie schauen sich einen Senioren-Bauernhof an, auf dem sich die Bewohner:innen aktiv mit einbringen. Sie lernen die Immobilienrente kennen, finden eine Senioren-Studenten-WG und vieles mehr. Ihnen ist wichtig, sich früh nach Antworten umzusehen auf die Frage: Wo wollen wir im Alter leben?

Propagandaschlacht um die Ukraine

Propagandaschlacht um die Ukraine

Propagandaschlacht um die Ukraine

Ein Film von Saskia Geisler und Kristian Kähler

Bis zum 22.04.2024 in der ARD-Mediathek (Deutsch)

Den ganzen auf YouTube ansehen (Englisch)

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine wird nicht nur mit Bomben, Raketen und Panzerfäusten geführt, sondern auch in den Medien.  Es ist eine „Propagandaschlacht“ nach innen und nach außen. Russland streut gezielte Desinformationen und dadurch Nachrichten systematisch zu entwerten. Zugleich soll die eigene Bevölkerung überzeugt werden, dass man die Ukraine von Nazis befreien wolle. Das Narrativ der Ukraine möchte die eigene Bevölkerung emotional mobilisieren und den Widerstand gegen den Aggressor stärken. Nach außen fordert man vom Westen massiv militärische Unterstützung.

In der Propagandschlacht um die Ukraine kommt den Spindoktoren besondere Bedeutung zu. Auf ukrainischer Seite sind es oftmals Influencern wie Oleksij Arestowytsch. Auf der russischen Seite soll Wladimir Solowjov, auch die Schnauze Putins genannt, mit seinen täglichen Talkrunden im TV und im Internet dafür sorgen, den Krieg der eigenen Bevölkerung möglichst gut zu verkaufen. Der Film zeigt die neuen Frontlinien der virtuellen Kriegsführung. Ikonische Bilder werden aus dem Blickwinkel beider Kontrahenten gezeigt.  Er gewährt Einblicke in die Trickkiste der Populist:innen in den sozialen Netzwerken, zeigt aber auch, wie das klassische TV als ergiebige Propagandamaschine Wiederauferstehung feiert.       

  Ausgewählte Propagandavideos werden von drei internationalen Expert*innen eingeordnet:

  • Svitlana Matviyenko, Ukraine, Professorin für kritische Medienanalyse an der Simon Fraser Universität Toronto
  • Greg Yudin, Russland, Philosoph und Soziologe an der Moscow School of Social and Economic Science
  • Samira el Ouassil, Deutschland, Kommunikationswissenschaftlerin, Publizistin und Kulturjournalistin des Jahres 2021

Awards

Preisträger des Blauen Panther 2023 in der Kategorie Kultur / Bildung

„Saskia Geisler und Kristian Kähler vermitteln nicht nur instruktive Erkenntnisse zum Russland-Ukraine-Konflikt, sondern tragen auch zur Stärkung der Medienkompetenz generell bei.“

Beziehungskrisen – Wie Corona spaltet

Beziehungskrisen – Wie Corona spaltet

Beziehungskrisen – Wie Corona spaltet

Ein Film von Peter Podjavorsek und Adama Ulrich, 43min, MDR 2021

Viele kennen es: Ein Mensch, der einem nahe steht, vertritt seit dem Ausbruch der Coronapandemie plötzlich obskure Ansichten und behauptet, dass das Virus nicht existiert. Oder dass Bill Gates hinter allem steckt und Menschen beim Impfen gechipt werden, damit sie von den Mächtigen kontrolliert werden können. Nicht alle Kritiker der staatlichen Corona-Maßnahmen denken so radikal, nicht alle sind Verschwörungsgläubige. Aber Corona spaltet: Familien, Freundschaften, unsere Gesellschaft. Allzu häufig scheitern Versuche, sich in freundschaftlich-kritischer Weise auseinanderzusetzen.

Woher kommt die Vehemenz in der Auseinandersetzung? Wie gehen wir damit um, als Einzelne, als Gesellschaft? Welche Strategien gibt es, wieder ins Gespräch zu kommen oder soll man es einfach lassen?

Das Autorenteam Peter Podjavorsek und Adama Ulrich besucht Menschen, die mit ihren Verwandten oder Freunden wegen unterschiedlicher Ansichten zu Corona im Clinch sind. Richard Zschech ist mit Verschwörungsmythen aufgewachsen. Heute hat er sich davon gelöst – und sieht seinen Vater nur noch gelegentlich. Marcus Fuchs, der Initiator von „Querdenken“ in Dresden, liegt ebenfalls mit seiner Verwandschaft im Streit. Bei Andrea S. waren Gespräche irgendwann gar nicht mehr möglich. Sie hat den Kontakt zu ihrer Mutter komplett abgebrochen. Dabei sind sich die meisten von ihnen einig: Menschen sollten miteinander im Gespräch bleiben. Denn nur so kann Demokratie funktionieren.

Der Traum von fünf Prozent – Unterwegs zu den kleinen Parteien

Der Traum von fünf Prozent – Unterwegs zu den kleinen Parteien

Der Traum von fünf Prozent – Unterwegs zu den kleinen Parteien

Ein Film von Marie Villetelle u.a., 90 min, ZDF/ARD/rbb/hr 2021

Noch nie waren so viele Parteien zu einer Bundestagswahl zugelassen wie 2021. Das politische Spektrum wird größer.

Neben den sieben etablierten Parteien, die bereits im Bundestag vertreten sind, beteiligen sich auch viele kleine Vereinigungen am Wahlkampf. Und das trotz schwieriger Bedingungen in Pandemie-Zeiten. Ihr Traum ist es, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen und ins Parlament einzuziehen.
Manche Parteien haben eine lange Geschichte, andere sind neu gegründet. Einige haben nur wenige Hundert Mitglieder, andere mehrere Zehntausend. Ihre Themen sind höchst unterschiedlich: Es geht um Humanismus, Klima, Tierschutz, Heimat, Migration oder Gesundheit.

Was steckt hinter diesen Parteien? Oder besser: Wer? Ein Reporterinnen-Team war im Juli und August in Deutschland unterwegs. Ein knallroter Wohnwagen stand auf Marktplätzen oder in Biergärten, bei Sonne oder Regen. Hier konnten die Parteienvertreter über Programme, Ideen und Interessen sprechen. Und ihre Argumente mit potenziellen Wählerinnen und Wählern austauschen.

Eingeladen waren alle Parteien, die mit mindestens einer Landesliste zur Bundestagswahl antreten. Aus der Reise zu den kleinen Parteien wurde ein politisches Road-Movie durch das Deutschland der sogenannten „Sonstigen“.

 

Das Humboldt Forum

Das Humboldt Forum

Das Humboldt Forum – Ein Schloss für Berlin und die Welt?

Ein Film von Dag Freyer und Friederike Schlumbom, 60 min, rbb/ARD 2021

Das Humboldt Forum im Berliner Stadtschloss ist das aufsehenerregendste und meistdiskutierte Kulturprojekt der letzten Jahre in Deutschland. Warum wurde der Palast der Republik abgerissen, um ein Schloss wiedererstehen zu lassen, das auch an kaiserliche Weltmachtfantasien von Deutschlands „Platz an der Sonne“ erinnert? Wie können an diesem Ort auch Sammlungsbestände ausgestellt werden, die aus kolonialen Kontexten stammen? Kann an diesem Ort wirklich der Dialog auf Augenhöhe der Weltkulturen initiiert werden, für den das Humboldt Forum stehen möchte? Wie funktional ist der moderne Neubau hinter den rekonstruierten Fassaden? Wie entwickelt sich die Nutzungskonzept, das ganz unterschiedliche Akteure unter einem Dach und der Bezeichnung „Humboldt Forum“ vereint?

Wie die Elbphilharmonie in Hamburg ist das Berliner Stadtschloss ein Bau mit einer großen Strahlkraft weit über die Stadt hinaus. Nach seiner Fertigstellung wird es Besucher aus aller Welt anlocken. Der Film zeichnet die Genese des Humboldt Forums nach, erzählt von der Baugeschichte der Schlossrekonstruktion ebenso wie von den Debatten um seine Inhalte, und gibt einen Vorgeschmack auf das, was die Besucher hinter den strahlenden Barockfassaden erwarten dürfen.

Regisseure des Filmes sind Dag Freyer, der die Bestände der Stiftung Preußischer Kulturbesitz kennt wie kaum ein anderer Filmemacher, und Friederike Schlumbom, die das Humboldt Forum seit dem Baubeginn des Berliner Schlosses filmisch begleitet hat.