Alpendörfer | Slowenien/Österreich: Grenzenloses Miteinander

02.01.2020 - 17:15 Uhr

Ein Film von Catharina Kleber

Die Alpen boomen – aber nur als Urlaubsort.

Die Bergkette droht von einem Lebensort zu einer Freizeitlandschaft zu verkommen, denn so schön die Alpen sind, es ist nicht leicht, hier zu leben.

Die Arte-Reihe „ALPENDÖRFER“ besucht fünf Dörfer, in denen Menschen versuchen, die Alpen als Lebensort zu erhalten oder wiederzuentdecken. Fünf Beispiele, die Mut machen, auch für andere ländliche Regionen, denen die Menschen den Rücken kehren.

 Mitten durch die Alpen verläuft die Grenze zwischen Österreich und Slowenien. Auf beiden Seiten der Grenze leben Menschen mit den Traditionen ihrer Vorfahren, auf beiden Seiten sprechen sie Slowenisch, und auf beiden Seiten suchen sie nach Wegen in die Zukunft.

Im slowenischen Solčava versucht Vida Matk die traditionelle Schafzucht zu einer Existenzgrundlage zu entwickeln. Ihre Familie züchtet schon seit fast 150 Jahren Schafe auf 1200 Metern Höhe, doch die Wolle war immer ein Abfallprodukt. Nun will Vida daraus einen Wirtschaftszweig machen.

Im österreichischen Kärnten kämpft Zdravko Haderlap um das Überleben seines Forstgebiets, das von zwei Föhnstürmen kurz nacheinander schwer angegriffen wurde. Eigentlich ist er Theaterregisseur. Ein bisschen von seinem alten Leben bringt der Rückkehrer nun auch in die Grenzregion: Auf Wandertouren erzählt er von der bewegten Geschichte der Region.

Sein Weg führt ihn oft über die Ländergrenze und immer entlang der Grenzen in den Köpfen der Menschen, auf der Suche nach einer blühenden Zukunft mit Wurzeln in einer komplizierten Vergangenheit.

Der Film begleitet Vida und Zdravko in ihrem Alltag, im tiefen Winter und im erblühenden Sommer, durch atemberaubende Landschaften, in schwindelerregende Höhen und bei liebevoller Handarbeit. Immer vorwärts auf der Suche nach neuen Chancen auf alten Wegen.