Zu Tisch: Teneriffa

07.06.2020 - 18:25 Uhr

Ein Film von Claus Wischmann

Teneriffa ist die größte Insel der Kanaren, der ‚Inseln des ewigen Frühlings‘. Sie wird dominiert vom Teide, einem 3700 Meter hohen Vulkan, der höchsten Erhebung Spaniens. Cristina González und ihre große Familie wohnen in La Orotava, einer Stadt im Orotavatal, im grünen Norden der Insel.

Jedes Jahr präparieren die Bewohner von La Orotava große Blumenteppiche für die Fronleichnamsprozession. Zunächst werden kistenweise Blüten gezupft, geschnitten und nach Farben sortiert. Am Morgen der Prozession gestalten hunderte von Freiwilligen die bunten Blumenteppiche, die Muster und christliche Motive zeigen.  Vor dem Marktplatz wird über mehrere Wochen ein gewaltiges Gemälde aus vier Tonnen Sand gestreut. Es ist eine Feier der Schönheit und der Vergänglichkeit, denn innerhalb von Minuten verschwinden die Bilder unter den Füßen der Prozessionsteilnehmer.

Zum Fest kocht Cristina González Conejo en Salmorejo – Kaninchen in einer roten, pikanten Sauce. Dazu gibt es mit viel Meersalz gekochte Papas Arrugadas, übersetzt Falten- oder Runzelkartoffeln. Außerdem roten Mojo, auch Mojo picón genannt, eine würzige Sauce aus Paprika, Knoblauch, Olivenöl, Rotweinessig und Croûtons. Typisch auf Teneriffa sind auch Lapas. Sie sehen aus wie Muscheln, es sind aber Napfschnecken, die mit grünem Mojo gegessen werden. Cristina schwört auch auf Chayote, ein Kürbisgewächs, das sie im eigenen Obstgarten anbaut. Chayote haben ein sehr günstiges Protein-Stärke-Verhältnis und sind daher auch für Diabetiker, z.B. als Kartoffelersatz bestens geeignet.