Organbote im Einsatz – Wettlauf zwischen Tod und Leben

Organbote im Einsatz – Wettlauf zwischen Tod und Leben

Organbote im Einsatz – Wettlauf zwischen Tod und Leben

Ein Film von Sabine Streich, SWR, 30 min.

Alle 8 Stunden stirbt in Deutschland ein Mensch, weil ein Organ versagt. Warten auf eine Organspende ist ein Kampf gegen die Zeit und den Mangel, denn es gibt nicht genug Spender.

Matthias Baumgart erlebt das täglich, seit zwölf Jahren transportiert er für die Malteser Mainz Organe, ehrenamtlich. Es ist ein Weg zwischen Tod und Leben, denn immer wenn ein Mensch stirbt und seine Organe spendet, bekommt ein anderer Mensch eine Chance zum Leben. Weil es fast immer schnell gehen muss, ist Baumgart fast immer bereit, sofort loszufahren, Tag und Nacht. Manchmal fährt er dann mit Blaulicht.

Vor allem bei Herzen und Lungen drängt die Zeit, deshalb Herz und Lunge begleitet gleich ein ganzes Ärzteteam. Matthias Baumgart trägt die Verantwortung für den sicheren und schnellen Transport der Ärzte und der Organe. Oft warten die Empfänger schon im OP auf das neue Organ, auch nachts.

So hat es auch Merle Holst erlebt. Die 19 jährige Studentin war 15 Jahre alt, als sie plötzlich gesundheitliche Schwierigkeiten bekam. Die Diagnose der Ärzte: Sie braucht ein neues Herz. Merle Holst hat Glück: Nur 6 Monate muss sie warten. Heute lebt sie mit dem Herzen eines anderen Menschen und das Wissen, dass sein Tod ihr Leben bedeutet, begleitet sie.

Fast immer sind es die Angehörigen, die die Entscheidung treffen müssen, viel Zeit bleibt meist nicht. Denn oft kommt der Tod plötzlich und völlig unerwartet.

Leonard Sieben aus Mainz war 13 Jahre alt, als er auf dem Weg zur Schule mit dem Fahrrad verunglückt. Die Ärzte haben keine Chance sein Leben zu retten. Konfrontiert mit dieser schlimmen Diagnose sollten die Eltern Nicole und Silvan Sieben eine Entscheidung für eine Organspende? Wie schaffte der behandelte Arzt es, der selbst 5 Kinder hat, in dieser extremen Situation über Organspende zu reden?

Eine emotionale Ausnahmesituation für alle Beteiligten: Spender, Empfänger, Angehörige, Betreuer, Ärzte, Fahrer. Entscheidungen und Einsätze zwischen Tod und Leben hinterlassen Spuren.

„Mensch-Leute“ begleitet Menschen in diesen Situationen mit der Kamera. Matthias Baumgart , der bei seiner ehrenamtlichen Arbeit als Organbote für die Malteser in Mainz Organe von Spendern zu Empfängern transportiert. Nicole Sieben, eine Mutter, die die Organe ihres Sohnes gespendet hat. Was bedeutet ihr diese Spende und würde sie es wieder tun? Und Merle Holst, eine junge Frau aus Hamburg, die Glück hatte, aber trotzdem um ihr neues Herz bangen muss.

 

Florian Lengert

Florian Lengert

Florian Lengert

Kamera

 

– 1982 in Wiesbaden geboren und im schönen Rheingau zuhause.
– Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton und Kamerastudium an der BAF in München. 

– seit 2008 als freier Kameramann weltweit für diverse Produktionen in den Bereichen Doku, Reportage und Imagefilm unterwegs

 

Start-up ins Risiko – Von der Idee bis zur Pleite

Start-up ins Risiko – Von der Idee bis zur Pleite

Start-up ins Risiko – Von der Idee bis zur Pleite

Ein Film von Boris Quatram, 45 min, ZDFinfo 2019

Pro Jahr wagen etwa 850 000 Gründer den Schritt und werden Unternehmer. Doch nur eins von zehn deutschen Start-ups übersteht die ersten fünf Jahre.

In Deutschland ein Unternehmen zu gründen, ist recht unproblematisch. Doch die Schwierigkeiten lassen nicht lange auf sich warten: Standortbeschaffung, Kundenakquise, Lizenzen und Bürokratie sind die vier zentralen Herausforderungen für Jungunternehmer.

Hinzu kommen oft Probleme mit der Finanzierung. Banken und private Kreditgeber kennen die miese Erfolgsbilanz. Auch wenn es sich auf den Hochglanzbroschüren über „Investmentpartner der Innovationen“ anders liest, die Geldgeber scheuen oft das Risiko.

Die Mitarbeitersuche gestaltet sich ähnlich schwierig. Denn ein Job in einer Firma, bei der nicht klar ist, ob sie die nächsten Jahre überdauert, ist nicht sonderlich attraktiv. Oft werden gerade junge Teammitglieder sehr schlecht bezahlt.

Marie Villetelle

Marie Villetelle

Marie Villetelle

Autorin
Marie Villetelle

Kontakt:

marie.villetelle[at]berlin-producers.de

Marie Villetelle wurde 1990 in Paris geboren und lebt seit 2012 in Berlin. Sie studierte Geisteswissenschaft mit Schwerpunkt Literatur und Film in Frankreich. Nach ihr Master-Studiengangs in deutsch-französischem Journalismus war sie seit 2013 als Autorin in den Bereichen Stoffentwicklung, Produktion und Redaktion bei Berlin Producers Media tätig. Als Französin realisiert sie viele Dokumentationen für ARTE, wie zum Beispiel Folgen der Reihe „Zu Tisch“, „Re:“ und „Psycho“. 2022 realisierte das Film Der Traum von fünf Prozent – Unterwegs zu den kleinen Parteien als Headautorin für die ARD und das ZDF. Seit 2023 ist sie Freiberuflich tätig und realisierte für die ARD-Mediathek in Auftrag der RBB die Doku-Serie F*ck Berlin. Die Themen, die sie bewegen, drehen sich um Menschen, Kultur und Gesellschaft. Spannend findet sie auch innovatives Storytelling und Serien.

Filmografie

2023
F*CK BERLIN RBB-ARD – 4*30 min.

 

2022
PSYCHO: Ich, ohne Bindung ARTE – 26 min. Co-Autorin Claudia Euen.

PSYCHO: Ich, schlaflos ARTE – 26 min. Co-Autorin Alba Vivancos.

PSYCHO: Ich, depressiv ARTE – 26 min. Co-Autorin Antje Behr.

 

2021
Der Traum von fünf Prozent – unterwegs zu den kleinen Parteien ARD/ZDF – 90 min.

Zu Tisch: Essonne ARTE – 26 min.

Zu Tisch: Alpujarra ARTE – 26 min. Co-Autorin Alba Vivancos.

 

2020
PSYCHO: Ich, begehrend ARTE – 26 min. Co-Autorin Antje Behr.

PSYCHO: Ich, (un)aufmerksam ARTE – 26 min. Co-Autorin Antje Behr.

PSYCHO: Ich, resilient ARTE – 26 min. Co-Autorin Antje Behr.

 

2019
Zu Tisch in: Provenzalische Voralpen ARTE – 26 min.

Alpendörfer – Frankreich: Drei Ärztinnen für ein Dorf ARTE – 30 min.

Die Welt der Brücken: Hoch über weite Täler ARTE – 52 + 43 min. (co-Autor: Kristian Kähler)

 

2018
Re: Retter alter Steine: Europäisches Kulturerbe in Gefahr
30 min., arte

Plan B: Rares & Royales – Ein Herz für Schlösser
30min., ZDF

Zu Tisch: Westalpen
26 min., ZDF/arte

2017
Plan B: Mehr Geld für Bauern: Fair statt billig
(co. Autorin Stefanie Fleischmann)
30 min., arte

Re: Urlaub statt Terror – Tourismus in Tunesien
30min, arte

2016
Zu Tisch: Lyon
26 min., ZDF/arte.

Das Geheimnis der Bergkräuter: Westalpen – Die süße Versuchung
(co. Autorin Elke Sasse)
52 min., Servus TV.

Mit der U-Bahn um die Welt: Frankreich
15min., RBB

2015
Handgemacht: Marseille
(co. Autorin Caroline Härtel)
26 min, RBB/arte

Zu Tisch: Gascogne
26 min., ZDF/arte

2014
Grenzgänger: Auf dem Stocherkahn durch das Grand Ried (Folge 4)
26 min., swr/arte

 

Sternstunden der Musik – Der Rosenkavalier mit Karajan in Salzburg 1960

Sternstunden der Musik – Der Rosenkavalier mit Karajan in Salzburg 1960

Sternstunden der Musik | Der Rosenkavalier mit Karajan in Salzburg 1960

Ein Film von Eric Schulz, ZDF/arte und C Major Entertainment, 43 min., 2020

Im Sommer 2020 feiern die Salzburger Festspiele ihren 100. Geburtstag. Zu den Mitbegründern des Festivals gehörten der Komponist Richard Strauss und sein Librettist Hugo von Hofmannsthal. Ihr populärstes Werk: die Oper der “Rosenkavalier”. 1960 wurde das neu erbaute Große Festspielhaus in Salzburg mit ebendieser Oper eröffnet. Die Leitung hatte Herbert von Karajan. Die Produktion war ein so großer Erfolg, dass man beschloss, sie auf 35mm-Film aufzuzeichnen. Die Protagonisten waren u.a. Elisabeth Schwarzkopf, die für viele in der Rolle der Marschallin bis heute als unerreicht gilt, sowie Anneliese Rothenberger.

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Auch beim Bau des Festspielhauses selbst war Karajan – ähnlich wie beim Bau der Philharmonie in Berlin – maßgeblich involviert. Er war es, der dem Architekten Clemens Holzmeister das Konzept der “Cinemascope”-Bühne schmackhaft machte und es gegen alle Widerstände durchsetzte. 55.000 Kubikmeter des Salzburger Mönchsbergs mussten abgetragen werden, um genug Platz für das Bühnenhaus zu haben. Bis heute ist das Bühnenportal unter allen Opernhäusern der Welt mit 100 Metern das breiteste und ermöglicht so ein Bühnenerlebnis im Kinoformat.

Unter den Künstlern, die sich für die Sternstunden die Oper von 1960 noch einmal ansehen, befinden sich der Dirigent Franz Welser-Möst und der Sänger Günther Groissböck, die 2014 an der letzten Inszenierung des Rosenkavaliers in Salzburg mitgewirkt haben. André Heller schließlich erfüllt sich mit dem Rosenkavalier einen lange gehegten Traum: die gegenwärtige Inszenierung an der Berliner Staatsoper läuft unter seiner Regie.