Douglas Sirk – Hope as in Despair

Douglas Sirk – Hope as in Despair

Douglas Sirk - Hope as in Despair

Ein Film von Roman Hüben in Ko-Produktion mit Pic-Film (Schweiz)

Ein investigatives Porträt des Meisters des filmischen Melodramas, Douglas Sirk. Sein Leben war das ultimative Melodrama und beeinfusste all seine Filme. Durch die Aussagen seiner engsten Vertrauten und die bislang unveröffentlichten Tagebuchaufzeichnungen seiner Frau näher wir uns diesem mysteriösen Mann. Wir entdecken seine Welt und seine Geschichte, die von Hoffnung und Desillusionierung, vom Tod und natürlich von der Liebe geprägt ist.  

Sisis Erben – Die Kinder der Kaiserin Elisabeth

Sisis Erben – Die Kinder der Kaiserin Elisabeth

Sisis Erben – Die Kinder der Kaiserin Elisabeth

Ein Film von Martin Koddenberg, 52 min., ZDF/ARTE 2022

bis 20.01.2023 in der ZDF-Mediathek verfügbar

Von wegen ‘liebevolle Mutter’: Die echte Kaiserin Elisabeth von Österreich ist das genaue Gegenteil von dem, was die legendäre “Sissi”-Trilogie aus den 1950er Jahren zeigt. Die exzentrische Sisi rückt Zeit ihres Lebens ihre eigenen Interessen in den Vordergrund. Wie lebt sie mit ihren Kindern?

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Nach der Hochzeit mit Kaiser Franz Joseph I. im Jahr 1854 bekommt Sisi den Druck der Verwandtschaft zu spüren: Der Fortbestand der Dynastie hängt an der jungen Frau. Ein Jahr später, mit 17 Jahren, bringt sie ihr erstes Kind; Sophie; auf die Welt. Doch auch die Geburt der zweiten Tochter, Gisela, erfüllt nicht die Erwartungen an einen männlichen Nachfolger. Als Sophie 1857 während einer Ungarn-Reise stirbt, zeigen sich tiefe Risse in der Beziehung der Eltern.

Erst die Geburt des Thronfolgers Rudolf 1858 kann die Situation entschärfen. Daraufhin nimmt Sisi für zwei Jahre Reißaus. Ihr Kinder wachsen in dieser Zeit ohne sie auf – als Sisi zurückkehrt, erkennen sie “die fremde Frau” nicht.

1868 bringt Sisi im heutigen Budapest ihr viertes Kind zur Welt, Marie Valerie. Diese “ungarische Tochter” wird von ihrer Mutter mit Liebe und Zuneigung geradezu erdrückt. Als sie sich emanzipiert, heiratet sie in die “Skandal-Linie” der Habsburger ein, äußert sich deutsch-national. Trotzdem sorgt sie mit ihren neun Kindern und zahlreichen Enkeln dafür, dass die Familie bis heute weit verzweigt ist.

Dass Kaiser Franz Joseph den Thronfolger zu einem strammen Soldaten erziehen lässt, kann Sisi gerade noch verhindern. Der Kaiser hält ihn fortan von allen Entscheidungen fern. Rudolf flüchtet sich in eine Welt von Drogen und Alkoholexzessen. Er bringt sich und seine Geliebte um. Sisi erwischt das auf kaltem Fuß: Die Kaiserin hat sich mehr und mehr von ihrer Familie abgewandt. Sie lebt in ihrer eigenen Welt, die in erster Linie aus Reisen, Reiten und Dichten besteht. Kaiser Franz Joseph sorgt sich derweil um die vaterlose Enkelin Elisabeth-Marie, genannt “Erszi”. Sie wird zur Rebellin am Wiener Hof. Nach dem Untergang des Kaiserreichs beginnt sie ein neues Leben in SPÖ-Kreisen und heiratet einen Vertreter der Wiener Arbeiterklasse.

Das Bundesverfassungsgericht

Das Bundesverfassungsgericht

Das Bundesverfassungsgericht wird 70!

Auftraggeber: BVerfG, 2021

Am 28. September 1951 wurde das Bundesverfassungsgericht gegründet. Bewusst weit weg von Bonn, entstand das Gericht in Karlsruhe. Es sollte die noch junge Verfassung der Bundesrepublik schützen.

Siebzig Jahre sind seitdem vergangen und das Gericht hat mit seinen zahlreichen Urteilen Geschichte geschrieben: Ob zur Abtreibung, dem Kopftuch, den Harzt-IV-Sätzen oder Europa: Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinen Entscheidungen die deutsche Gesellschaft nachhaltig geprägt.

Zum 70sten Geburtstag wurde ein Film beauftragt, der hinter die Kulissen des Verfassungsorgans schaut und deutlich macht: So entsteht eine Entscheidung des Gerichts. Dazu durfte unser Team Mitarbeiter*innen und Richter*innen bei der Arbeit über die Schulter schauen und einen 14-minütigen Film daraus machen.

Auf dem YouTube-Kanal des Bundesverfassungsgerichtes anschauen

Kommando Selbstzerstörung

Kommando Selbstzerstörung

Kommando Selbstzerstörung – Der Untergang der Kaiserlichen Flotte

Ein Film von Martin Koddenberg, 43 min, ZDF/ARTE 2021

Im Zentrum der Ereignisse steht Ludwig von Reuter. Mitten im politischen Wirrwarr des Kriegsendes wird der kaisertreue Konteradmiral im November 1918 zu einem entscheidenden Protagonisten einer komplexen politischen Gemengelage. Er wird berufen, die deutsche Hochseeflotte in einem britischen Hafen stillzulegen. Die Aufgabe ist ein Balanceakt: Während sich seine eigenen Mannschaften auflehnen, lauern die britischen Bewacher nur darauf, die Schiffe feindlich zu übernehmen. Sieben Monate lebt von Reuter auf den allmählich dahin rostenden Stahlkolossen und wartet auf den Ausgang der Friedensverhandlungen in Versailles.

Dort werden die deutschen Schiffe zum Zankapfel der Alliierten. Wer diese schwer gepanzerten Schlachtschiffe bekommen soll, ist unklar. Sie zu verteilen hätte Auswirkungen auf das ohnehin schon komplizierte Kräfteverhältnis auf den Weltmeeren. Als der Vertragsentwurf von Versailles veröffentlicht wird, ist die Entscheidung nochmals vertagt worden. Fest steht nur, dass sie nie wieder nach Deutschland zurückkehren werden.

Als Ludwig von Reuter davon erfährt, befiehlt er heimlich die Selbstversenkung vor den Augen der britischen Bewacher. Die Konsequenzen für den Versailler Vertrag sind gravierend.

Die Versenkung steht für den sprichwörtlichen Untergang des Kaiserreichs. Sie offenbart die Denkmuster der kaisertreuen Marineoffiziere: Ihre überkommenen Ehrvorstellungen wirken wie der Nachhall einer Ära, die sich selbst abgeschafft hat. Ein ähnliches Muster soll sich Jahre später wiederholen, als das NS-Regime unter dem Motto „Stirb und Werde“ versucht, den eigenen Untergang zu verwalten.

Mit Lichtgeschwindigkeit zum Impfstoff – Das Projekt BioNTech

Mit Lichtgeschwindigkeit zum Impfstoff – Das Projekt BioNTech

Mit Lichtgeschwindigkeit zum Impfstoff – Das Projekt BioNTech

Ein Film von Michael Schindhelm, 52 min, ZDF/ARTE 2021

Bis zum 18.04.2025 in der ARTE-Mediathek verfügbar

 

Seit Anfang des Jahrhunderts widmet sich das Medizinerpaar Uğur Şahin und Özlem Türeci dem Ziel, die Krebsmedizin zu individualisieren. Bei der von ihnen gegründeten Firma BioNTech steht dabei die neuartige mRNA Technologie im Mittelpunkt.

Das „m“ in mRNA steht für „messenger“, also Bote, RNA für Ribonukleinsäure. Die mRNA überträgt die Informationen für die Produktion eines Antigens an unsere Zellmaschinerie, die Proteine herstellt. Zellen in unserem Körper präsentieren dann das selbst produzierte Antigen auf ihrer Oberfläche und lösen dadurch die gewünschte spezifische Immunantwort aus. Eine weitere Forscherin, die sich intensiv damit auseinandersetzt, ist die Ungarin Katalin Karikó; Ugur Şahin holte sie vor einigen Jahren zu BioNTech.

Die Idee, mRNA Forschung auch für Impfstoffe anzuwenden, kam Şahin und Türeci im Januar 2020. Sie lasen von einem Virus im chinesischen Wuhan und entschieden sich innerhalb weniger Stunden: BioNTech widmete sich sofort der Suche nach einem Impfstoff. Im ersten Schritt brauchten sie dazu viel Geld und gute Nerven. Die Brüder Andreas und Thomas Strüngmann, Gründer des Pharmaunternehmens Hexal, sind unter den Geldgebern.

Selbst nachdem hunderte Millionen gesammelt waren und die Entwicklung des Impfstoffs Fahrt aufnimmt, blieben noch viele Fragen offen. Doch der Einsatz hat sich gelohnt. Die Kooperation mit Pfizer beschleunigte die Testphase, Comirnaty wurde früh als Impfstoff zugelassen, seine Wirksamkeit ist erwiesen und Millionen Menschen wurden bereits damit geimpft.

Doch wie geht es nun bei der Krebsforschung weiter? Kann die mRNA – Technik auch bei der Bekämpfung der Malaria helfen?
Michael Schindhelm gelingt ein intimer Blick hinter die Kulissen des Unternehmens an der Mainzer Goldgrube.