Pflege zuhause – rund um die Uhr. Was Angehörige wissen müssen

Pflege zuhause – rund um die Uhr. Was Angehörige wissen müssen

Pflege zuhause – rund um die Uhr. Was Angehörige wissen müssen

Ein Film von Mirjana Momirović und Caroline Haertel. Hergestellt von Berlin Producers Media.
Protagonistin im Supermarkt mit einem Einkaufszettel

In der ARD-Mediathek

Familie Denk aus Stuttgart steht vor einer schwierigen Entscheidung: Welche Form der Unterstützung ist die beste für den an Demenz erkrankten Vater? Vielen Familien scheint die 24-Stunden-Pflege zuhause durch osteuropäische Betreuungskräfte die einzig bezahlbare Lösung und wird zum permanenten Nervenkrieg.

Familie Sebaldt kennt das: Seit zehn Jahren erlebt sie ein ständiges Auf und Ab mit wechselnden Betreuerinnen für Mutter Erika – und zweifelhaften Praktiken der Agenturen, die die Betreuerinnen vermitteln. Worauf es für Familien bei der Suche nach einer Betreuung ankommt, zeigt dieser Film. Reporterin Mirjana Momirovic deckt auf, wie Betreuerinnen mit falschen Versprechen angeworben werden, wie vereinbarte Gehälter gekürzt oder gar nicht ausgezahlt werden und wie manche Agenturen außerhalb der Legalität operieren. Dies zu durchschauen ist schwer für Familien, die Betreuung suchen. Das System steht auf tönernen Füßen – Politik wie Gesellschaft schauen bislang weitgehend weg.

Taiwans Inselwelt

Taiwans Inselwelt

Taiwans Inselwelt

Autoren: diverse, 43/52 min, Berlin Producers & Volos Films in Koproduktion mit TaiwanPlus & RBB in Zusammenarbeit mit arte

Taiwans Inselwelt – Von den Gipfeln bis zur Küste

Ein Film von Hai-Hsin Lu & Su-Chen Ava Kuo 

in der arte-Mediathek.

„Schöne Insel“, „Ilha Formosa“, wurde die Hauptinsel Taiwans einst von portugiesischen Seefahrern genannt. Ihre grünen Wälder, majestätischen Berggipfel und von Sturm und Wellen geformten Küsten faszinieren nicht nur Naturliebhaber. Auch die Einheimischen wissen um die Schönheit ihrer Insel – und tun viel dafür, das Gleichgewicht zwischen Natur und Zivilisation zu erhalten.

Von den schroffen Gipfeln bis in die entlegenen Täler offenbart die Hauptinsel Taiwans eine Natur von außergewöhnlicher Schönheit und beeindruckender Vielfalt. Die Insel, von portugiesischen Seefahrern einst „Ilha Formosa“ – die schöne Insel – genannt, wird von majestätischen Bergen beherrscht, die steil in den Himmel ragen und von der Urgewalt der Region zeugen. In den dichten Wäldern pulsiert das Leben: Hier existiert eine überwältigende Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten, die sich an dieses außergewöhnliche Umfeld angepasst haben.
Baumkletterer erforschen die Kronen uralter Taiwania-Riesen, während Tierärztinnen verletzte Wildtiere versorgen und bedrohte Arten wie den Taiwanischen Schwarzbären rehabilitieren. An den Küsten formen Stürme und Brandung eine sich ständig wandelnde Landschaft. Hier pflegen Feuerfischer ein jahrhundertealtes Handwerk, und Bauern arbeiten mit einer traditionellen Methode, bei der Enten in den Reisfeldern für natürliche Schädlingskontrolle sorgen.
Die Dokumentation erzählt von der einzigartigen Insel Formosa, auf der Wildnis und Zivilisation eng zusammenleben – und von den Menschen, die täglich daran arbeiten, dieses fragile Gleichgewicht zu bewahren.

Taiwans Inselwelt – Schätze des Pazifiks

Ein Film von Stefano Centini

in der arte-Mediathek.

Die Inselwelt Taiwans bildet ein faszinierendes Mosaik aus spektakulären Landschaften und lebendigen Traditionen. Seit Generationen ist das Meer die Lebensader, die die Inseln und ihre Bewohnerinnen und Bewohner miteinander verbindet. Jede Insel erzählt ihre eigene Geschichte: von Naturgewalten und den Menschen, die in den Weiten des Pazifiks leben.

Taiwan – das sind 36.000 Quadratkilometer Land, verteilt auf nahezu einhundert Inseln im Pazifik. Abseits der Hauptinsel Formosa bieten sie eine Landschaft von erstaunlicher Vielfalt: von Koralleninseln und schroffen Basaltklippen bis hin zu farbenprächtigen Riffen. Es ist eine einzigartige Inselwelt, in der alles Leben seit ungezählten Generationen in engem Zusammenspiel existiert – und seit jeher vom Meer geprägt wird. Der Reichtum an natürlichen Ressourcen ist ein besonderes Merkmal der Inseln Taiwans – und hält auch für die Tierwelt unerwartete Möglichkeiten bereit.
In den Gewässern um die „Schildkröteninsel“ Guishan lebt eine einzigartige Krabbenart unter extremen, lebensunwirtlichen Bedingungen: Hydrothermale Schlote stoßen bis zu 140 Grad heißes, stark saures Wasser aus. Die Orchideeninsel Lan Yu dagegen ist die Heimat der Yami, auch Tao genannt – eines von Taiwans 16 indigenen Völkern. Sie leben hier seit mehr als 4.000 Jahren. Die Koralleninsel Xiaoliuqiu ist dank der Bemühungen ehrenamtlicher Naturschützer zu einem Eldorado für Meeresschildkröten geworden.
Auf den Penghu-Inseln setzt ein Forscher derweil alles daran, eine Seeschwalbenart zu erhalten, die bereits als ausgestorben galt. Die Basaltfelsen, die hier vor Millionen Jahren durch Vulkanausbrüche entstanden sind, bieten einen idealen Rastplatz für die Vögel. Und auf Matsu, Taiwans nördlichstem Archipel, spielte der Glaube schon immer eine zentrale Rolle. Bis heute heißt es, die Insel habe mehr Götter als Menschen. Gleichzeitig lockt ein mysteriöses Naturphänomen – die „Blauen Tränen“ – immer mehr Touristen an.

 

Konfliktzone, Staffel 2

Konfliktzone, Staffel 2

Konfliktzone/ Decoding Conflicts, Staffel 2

Autoren: diverse, 26 min, berlin producers & storyline im Auftrag des ZDF und DW, in Zusammenarbeit mit arte

Konfliktzone: Iran – Warum eskaliert der Machtkampf im Nahen Osten?

Ein Film von Bamdad Esmaili und Charlotte Aebischer

jetzt in der arte-Mediathek und auf YouTube.

Trotz massiver US-Bombardements erweist sich das islamische Regime im Iran als recht stabil. Warum ist das Land immer wieder Brennpunkt von Konflikten? Geht es um Öl, Religion, Ideologien oder die Vorherrschaft im Nahen Osten?

Zwischen Iran, Israel und den USA brodelt seit Jahrzehnten ein Großkonflikt. Im Februar 2026 bringen US-israelische Bombardements eine neue Eskalation. Die Reihe Konfliktzone erklärt mit Info-Animationen und Experten aus der Region kompakt die Hintergründe.
Worum streiten hier welche Akteure und Allianzen: um Öl, Religion, Weltanschauungen oder gar um die Vorherrschaft im Nahen Osten? Der iranisch-britische Historiker Ali Ansari erläutert die tieferen geschichtlichen Wurzeln des Konflikts, der libanesische Journalist Nadim Koteich weist auf religiöse Konfliktlinien hin, und die verfolgte iranische Journalistin Mahtab Gholizadeh sieht den Kampf um Rohstoffe im Vordergrund: „Öl ist nicht einfach ein Teil der iranischen Wirtschaft – es ist ihr Rückgrat.“
Zudem beleuchtet das Erklärformat: Warum ist das Mullah-Regime auch unter massivem Kriegsdruck erstaunlich stabil? Ansari erklärt, dass schon seit den frühen 80er Jahren Strukturen etabliert wurden, wonach für jede Führungsperson, die stirbt, sofort mehrere potentielle Nachfolger vorgesehen sind.
Berichte von Betroffenen zeigen auch, was der Konflikt für Menschen der Region und in Europa bedeutet. So erzählt der im europäischen Exil lebende Iraner Parviz Afshari die Geschichte seines 17-jährigen Sohnes Sam, der im Januar 2026 bei Protesten angeschossen wurde. Afshari berichtet, wie Sicherheitskräfte selbst im Krankenhaus Jagd auf Verwundete machten: „Sie gaben den Befehl, dass man Verletzten den Gnadenschuss geben solle, – so ist mein Kind gestorben“.

 

 

Konfliktzone: USA vs. Kanada – Von Nachbarn zu Gegnern?

Ein Film von Anne Heimerl

jetzt in der arte-Mediathek und auf YouTube.

Kanada und die USA waren jahrzehntelang enge Verbündete. Seit Trumps Annexionsfantasien, aus Kanada den 51. Bundesstaat der USA zu machen, ist das vorbei. Der Film erklärt mit Infoanimationen und Expertinnen und Experten aus der Region kompakt die Hintergründe – von der gemeinsamen Geschichte beider Länder bis zu Mark Carneys neuer Außenpolitik für Kanada. Wie groß sind heute die wirtschaftlichen und militärischen Abhängigkeiten zwischen beiden Ländern wirklich – und kann sich Kanada vom übermächtigen Nachbarn lösen? Die Doku zeigt, wie Premierminister Mark Carney mit einer neuen Außenpolitik versucht, Kanada unabhängiger zu machen – unterstützt von Protesten unter dem Slogan „Elbows Up“ und der „Buy Canadian“-Bewegung, die gezielt auf amerikanische Produkte verzichtet. Der Blick in die USA zeigt: Amerikanische Bürger bezahlen die amerikanische Zollpolitik teuer, während der Oberste Gerichtshof Trumps Zölle für rechtswidrig erklärt. Persönliche Eindrücke von Menschen, die in Nordamerika leben, verdeutlichen, was der Konflikt für den Alltag bedeutet – diesseits und jenseits der fast 9000 Kilometer langen Grenze.

 

Konfliktzone: Krieg im Sudan – Chronik einer Katastrophe

Ein Film von Sira Thierij

jetzt in der arte-Mediathek und auf YouTube.

Seit April 2023 herrscht im Sudan Krieg. Die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) kämpfen gegen die sudanesische Armee. Der Machtkampf hat Millionen Menschen in die Flucht getrieben und eine humanitäre Katastrophe ausgelöst, die von den Vereinten Nationen als die derzeit größte der Welt bezeichnet wird. Besonders dramatisch ist die Lage in Darfur: Dort dokumentieren Menschenrechtsorganisationen und Experten schwere Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung und warnen vor Anzeichen eines Völkermords.
Die ARTE-Reihe „Konfliktzone – Globale Krisen kurz erklärt“ ordnet den Krieg im Sudan ein und macht seine komplexen Hintergründe verständlich. Mit Analysen regionaler Experten und graphischen Erklärungen zeigt die Reihe, wie der Konflikt entstand, welche Akteure ihn befeuern und warum seine Folgen weit über Sudan hinausreichen. So wird deutlich, dass es um weit mehr geht als einen Machtkampf von Militärs: Internationale Interessen, milliardenschwere Goldvorkommen und die strategische Lage am Roten Meer tragen dazu bei, den Konflikt am Leben zu halten.
Gleichzeitig kommen Menschen zu Wort, die den Krieg selbst erleben. Ein Journalist aus El Faschir, der fliehen musste und in sozialen Netzwerken auf Videos seiner getöteten Freunde und Familienangehörigen stieß, schildert, wie die Belagerung seiner Heimatstadt dokumentiert wurde wie kaum ein anderes Kriegsverbrechen zuvor – und dennoch kaum Konsequenzen folgten. So verbindet „Konfliktzone“ geopolitische Zusammenhänge mit den persönlichen Schicksalen der Betroffenen.

 

Todesfalle Krankenhaus? Fehler vermeiden – Menschen retten

Todesfalle Krankenhaus? Fehler vermeiden – Menschen retten

Todesfalle Krankenhaus? Fehler vermeiden – Menschen retten

Ein Film von Peter Podjavorsek. Hergestellt von Berlin Producers Media.

In der 3sat-Mediathek

Jährlich werden bei uns rund eine halbe Million Menschen im Krankenhaus falsch behandelt. Was kann man tun, um nicht krank aus der Klinik zu kommen?

Protagonistin im Supermarkt mit einem Einkaufszettel

Das deutsche Gesundheitssystem zählt zu den modernsten und teuersten der Welt. Trotz Hightech und Spitzenmedizin sind jedes Jahr ca. 200.000 Patientinnen und Patienten von Behandlungsfehlern im Krankenhaus betroffen. Rund 20.000 bezahlen dafür mit ihrem Leben. (max. 270 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Die Folgen sind nicht nur tragisch, sondern auch teuer: 15 Prozent aller Krankenhauskosten – stolze 48 Milliarden Euro jährlich – entstehen durch Fehler. Wir gehen der Frage nach: Wie kann es sein, dass ausgerechnet Krankenhäuser so häufig krank machen – und was können Forschung und Technik dazu beitragen, um diese Risiken zu verringern?

Es gibt vielfältige Ansätze dazu, die Jasmina Neudecker auf einer Reise durch Deutschland kennenlernt. Im Main-Taunus Kreis wird in einem Modellprojekt die Bevölkerung über die Symptome einer Sepsis aufgeklärt, an der Uniklinik Greifswald wurde ein neuartiges Sepsis-Screening eingeführt. In anderen Krankenhäusern sollen Optimierungen beim Verabreichen von Medikamenten und eine verbesserte Fehlerkultur dazu beitragen, die Zahl der Fehlbehandlungen zu verringern. Neue, mit Hilfe von KI an der Uni Würzburg entwickelte Antibiotika sollen helfen, die Fallzahlen zu senken. Jasmina Neudecker trifft aber auch Patienten, die von Behandlungsfehlern betroffen sind. J. Kardas leidet nach einer Sepsis unter erheblichen Spätfolgen, bei H. Castagne wurde eine unnötige Operation durchgeführt.

Erzherzogin Sophie – Das Vermächtnis der Schattenkaiserin

Erzherzogin Sophie – Das Vermächtnis der Schattenkaiserin

Erzherzogin Sophie - Das Vermächtnis der Schattenkaiserin

Ein Film von Martin Koddenberg. Hergestellt von Berlin Producers Media.

Erzherzogin Sophie ist die zentrale Machtfigur der Habsburger im 19. Jahrhundert. Mit politischem Instinkt und unerschütterlicher Disziplin formt sie ihren Sohn Franz Joseph zum Kaiser – und eine ganze Dynastie gleich mit. Mit Sisi gerät sie heftig aneinander. Die Welten der beiden Frauen könnten kaum gegensätzlicher sein. Sophies Wirken legt das Fundament jener Epoche, in der das Reich immer wieder an seinen inneren Spannungen zu zerreißen droht. Wer war diese Frau – als Machtstrategin, Mutter und als Mensch?

Protagonistin im Supermarkt mit einem Einkaufszettel

Erzherzogin Sophie von Bayern ist eine Schlüsselfigur der Habsburger Monarchie – und doch ist sie bis heute weitgehend im Schatten ihrer berühmten Schwiegertochter Elisabeth, genannt Sisi, geblieben. Reduziert auf die Rolle der „bösen Schwiegermutter“. Der Film rückt jene Frau in den Mittelpunkt, die mit unerschütterlichem Pflichtgefühl, Selbstdisziplin und klarem politischen Kompass das Machtgefüge der Dynastie über Jahrzehnte prägte.

Sophie kommt 1805 in München zur Welt und wächst mit dem strengen Wertekanon von Loyalität, Ordnung und Glauben auf. Nach ihrer Heirat an den Wiener Hof betritt sie ein Reich im Spannungsfeld zwischen Erneuerung und Tradition. Inmitten eines verunsicherten Hofes und eines schwachen Herrschers füllt Sophie das Vakuum – als moralischer Bezugspunkt und als entschlossene Strippenzieherin hinter den Kulissen.

Als ihr Sohn Franz Joseph 1830 in Schönbrunn zur Welt kommt, beginnt Sophie sofort, aus ihm den “perfekten Herrscher” zu formen. Strenge, Militarismus, Disziplin bis zur Selbstaufgabe: Sie schafft die Voraussetzungen für einen Kaiser, der – so hofft sie – Stabilität in einer unruhigen Zeit bringen soll.

Während der Revolution von 1848 übernimmt Sophie faktisch die Führung des Hauses. Sie orchestriert den Austausch der politischen Spitze, überredet zunächst ihren Schwager zum Abdanken und schließlich ihren eigenen Mann zum Verzicht auf die Krone. Mit nur 18 Jahren besteigt Franz Joseph den Thron – ein Schritt, der ohne Sophies Entschlossenheit nicht möglich gewesen wäre.

Auch die Wahl der zukünftigen Kaiserin geht auf Sophies Kalkül zurück. Doch die Ehe zwischen Franz Joseph und der jungen Elisabeth entwickelt sich anders als geplant. Sisi verweigert die ihr zugedachte Rolle. Sophie wird zur Gegenspielerin in einem dramatischen familiären Konflikt, der bis heute in der Literatur und im Film überlebt.

Während das Habsburgerreich im 19. Jahrhundert immer größere Spannungen erleidet, versucht Sophie, die Monarchie zusammenzuhalten. Ihr politischer Einfluss, ihr konservatives Weltbild und ihr tiefer Glaube machen sie zur Leitfigur einer Epoche, deren Ende sie kommen sieht – aber nicht mehr aufhalten kann.